"Tradition - aber keine gute"

Europawahlkampf: CDU kritisiert CSU

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Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

Berlin - Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat Kritik am Europawahlkampf der Schwesterpartei CSU geübt und deren Forderungen indirekt als unhaltbar bezeichnet.

In der CDU wird Kritik am Europawahlkampf der Schwesterpartei CSU laut. „Dass die CSU besonders kritische Töne anschlägt, wenn es um Europa geht, ist ihre Tradition - aber keine gute“, sagte Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) der „Welt“ (Freitag). Welche strategischen Überlegungen die CSU dabei anstelle, wisse sie nicht. Die Forderung der CSU, die Europäische Kommission zu verkleinern, widerspreche den vertraglichen Grundlagen, bemängelte Kramp-Karrenbauer. „Ich rate dringend davon ab, mit unhaltbaren Forderungen Wahlkampf zu betreiben.“

Die CDU-Politikerin kritisierte auch die CSU-Haltung zur Zuwanderung aus Osteuropa. „Ich rate allen, die sich plakativ und negativ äußern, kurz die Augen zu schließen und sich die polnischen, bulgarischen und rumänischen Pflegekräfte in Deutschland wegzudenken“, sagte sie. „Ihnen haben wir es doch zu verdanken, dass wir unsere Angehörigen nicht in ein Heim geben müssen.“ Zugleich forderte Kramp-Karrenbauer die Union auf, dem Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei, Jean-Claude Juncker, im Wahlkampf größeren Raum zu geben. „CDU und CSU sind gut beraten, mit ihrem europäischen Spitzenkandidaten Wahlkampf zu machen.“

dpa

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