Ex-Freundin erstochen: Lebenslange Haft für 36-Jährigen

Braunschweig. Wegen Mordes an seiner Ex-Freundin muss ein 36-jähriger Mann lebenslang in Gefängnis. Das hat das Braunschweiger Landgericht am Mittwoch entschieden. Der Mann hatte im Februar seine Freundin auf einem Parkplatz des Wolfsburger VW-Werkes erstochen.

Der 36-Jährige habe heimtückisch gehandelt, sagte der Vorsitzende Richter Wilfried Knieriem in einer Urteilsbegründung. „Er hat genau das getan, was er jahrelang vorhatte.“ Der Mann habe Tötungsabsichten gehegt, seit die Frau ihn rund fünfeinhalb Jahre vor der Tat verließ.

Das Gericht stellte bei dem 36-Jährigen deswegen auch eine besondere Schwere der Schuld fest - das bedeutet, dass eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen ist. Außerdem schlossen die Richter nicht aus, dass während der Haftzeit noch Sicherungsverwahrung angeordnet wird, sodass der Mann vielleicht nie mehr aus dem Gefängnis freikommt. Die Verteidiger erklärten hingegen, sie wollten in Revision gehen.

Motiv für die Bluttat sei auch Rache gewesen, erklärte der Richter. Der Angeklagte hatte seine ehemalige Partnerin kurz nach der Trennung vergewaltigt und dafür eine vierjährige Haftstrafe verbüßt. „Er glaubt immer noch, dass er zu Unrecht im Gefängnis war. Er machte das Opfer für seine Probleme nach der Strafverbüßung verantwortlich“, erklärte Knieriem. (lni)

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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