Flüchtlingsheim brannte ab

Ex-NPD-Politiker wegen Brandanschlag zu langer Haftstrafe verurteilt

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Maik S. wurde zu acht Jahren Haft verurteilt.

Potsdam - Ein ehemaliger NPD-Politiker war bei dem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Nauen (Brandenburg) beteiligt. Nun wurde er zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

Das Landgericht Potsdam hat den ehemaligen NPD-Politiker Maik S. wegen eines Brandanschlags auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen zu acht Jahren Haft verurteilt. Einen weiterer Neonazi erhielt eine Haftstrafe von sieben Jahren, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte. Vier weitere Angeklagte kamen mit Bewährungsstrafen davon.

Bei dem Brandanschlag im August 2015 war die Sporthalle einer Schule, die als Notunterkunft für Asylsuchende vorgesehen war, durch die Flammen völlig zerstört worden. Den Schaden bezifferte die Staatsanwaltschaft auf rund dreieinhalb Millionen Euro.

Das Gericht begründete das Strafmaß unter anderem mit den fremdenfeindlichen und rechtsextremistischen Motiven der Täter. Der 29-jährige Maik S. muss wegen anderer Delikte zudem voraussichtlich 18 weitere Monate in Haft.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Hauptangeklagten acht Jahre und neun Monate Haft gefordert. Den Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung ließ die Staatsanwaltschaft während des Verfahrens fallen.

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