Ex-Terroristin Becker: Erklärung ja, Fragen nein

+
Verena Becker.

Stuttgart - Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker will im Anschluss an ihre angekündigte Erklärung vor Gericht keine Fragen beantworten.

“Fragen werden von Frau Becker nicht beantwortet“, sagte ihr Anwalt Walter Venedey am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Becker will sich am kommenden Montag (14. Mai) erstmals zu den Tatvorwürfen um die Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback im Jahr 1977 äußern. Das hatten ihre Verteidiger vergangene Woche angekündigt.

Verena Becker ist angeklagt, als Mittäterin an dem Attentat der Rote Armee Fraktion (RAF) auf Buback und seine beiden Begleiter am 7. April 1977 in Karlsruhe beteiligt gewesen zu sein. Die 59-Jährige soll eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung für das Attentat sowie bei der Organisation des Anschlags gespielt haben.

Unterdessen versucht die Verteidigung weiter, die Glaubwürdigkeit des RAF-Aussteigers Peter-Jürgen Boock zu erschüttern. Auf seinen Angaben beruht die Anklage in wesentlichen Teilen. Am Mittwoch wurde hierzu ein ehemaliger Bundesanwalt als Zeuge gehört. Dabei ging es um Erkenntnisse aus früheren Prozessen, wer in den 70er Jahren Ordner für den Transport von Waffen zu den RAF-Häftlingen in Stuttgart-Stammheim präpariert habe. Die damaligen Feststellungen stehen im Widerspruch zu aktuellen Aussagen Boocks.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.