Facebook sperrt Seite von Landtagsabgeordnetem

Ismail Tipi.

Wiesbaden. Für den Landtagsabgeordneten Ismail Tipi (CDU) ist derzeit vor allem eines wichtig: sein Facebook-Account soll wieder freigegeben werden.

Der wurde am vergangen Freitag von Facebook für sieben Tage gesperrt. Der Grund: Integrationsexperte Tipi hatte ein Bild des islamistischen Predigers Pierre Vogel im Kapuzenpulli gepostet und vor „dem Salafisten“ gewarnt. Auf dem Pullover des bekannten Predigers ist ein Symbol zu sehen, das die Terrororganisation Islamischer Staat als Fahne benutzt.

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„Er stellt sich als friedlicher Prediger dar“, sagt Tipi. Das Foto mit dem Symbol spreche aber eine andere Sprache. „Da, wo diese Fahne weht, herrscht Grausamkeit.“ Der CDU-Politiker vermutet, dass Vogel das Foto aus dem sozialen Netzwerk verbannen möchte. Vogel könnte das Foto und den Beitrag bei Facebook gemeldet haben, weshalb Tipis Account gesperrt wurde. „Ich kann die Menschen jetzt vor diesem Hassprediger nicht mehr warnen.“ Er glaubt, dass Facebook nicht geprüft hat, wer ihn dort gemeldet hat. Das Foto habe Pierre Vogel bereits im Januar veröffentlicht. Tipi postete es schon damals einmal und wurde auf Facebook gesperrt. Vogel habe wohl gemerkt, dass ihn das Bild mit der Nähe zum IS in ein schlechtes Licht rücke.

Am Freitag hat Tipi das Bild dann erneut veröffentlicht – denn „Vogel hatte wieder den Friedensapostel gespielt“, sagte Tipi. Was folgte, war die erneute Sperrung. Stellungnahmen zu Nutzern gebe man nicht heraus, sagte eine Facebook-Sprecherin. Jeder gemeldete Beitrag werde von Facebook geprüft. Beiträge, die gegen die Richtlinien von Facebook - diesen stimmt jeder bei der Nutzung zu - werden von Facebook direkt gelöscht, sagte die Sprecherin. Zum Beispiel wenn diese zu Gewalt aufriefen oder Hassreden beinhalteten.

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