Hessen will Thurau nicht einstellen:  Innenminister zieht vor VGH

Sabine Thurau

Wiesbaden. Das hessische Innenministerium will sich juristisch dagegen wehren, die im vergangenen Jahr entlassene LKA-Chefin Sabine Thurau wieder als Beamtin auf Probe einstellen zu müssen.

Eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Wiesbaden im Eilverfahren werde man nicht akzeptieren, sagte ein Sprecher am Freitag. Das Haus von Innenminister Boris Rhein (CDU) wird demnach Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel einlegen.

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Die rechtliche Würdigung der Wiesbadener Richter werde als "zweifelhaft" eingestuft. Thurau, die 2010 als erste Frau an die Spitze eines Landeskriminalamtes kam, ist derzeit ins Landespolizeipräsidium abgeordnet.

Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hatte am Freitag mitgeteilt, Thurau müsse bis zur endgültigen Entscheidung im Klageverfahren Gelegenheit haben, ihre abgekürzte Probezeit nachzuholen. Sie war entlassen worden, weil Rhein ihr unter anderem Führungsschwäche vorgeworfen hatte. Thurau war verstrickt in Auseinandersetzungen, die noch aus der Zeit rührten, in der sie Vize-Polizeipräsidentin in Frankfurt war. Die Fälle verfolgten sie bis ins LKA. (wet)

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