Falscher „Gelber Engel“ schröpft Autofahrer in Südniedersachsen

Göttingen. Die Polizei in Südniedersachsen ermittelt gegen einen falschen „Gelben Engel“. Der Mann soll liegengebliebenen Autofahrern an der A7 vorgaukeln, er sei Pannenhelfer des ADAC.

Doch statt zu helfen, stelle er nur Warn-Kegel auf, berichtete der ADAC am Donnerstag.

Dafür flattere den ahnungslosen Autofahrern wenige Tage später eine Rechnung über mehr als 200 Euro ins Haus. Vor allem in den Regionen Göttingen und Northeim seien Autofahrer Opfer des falschen Helfers geworden.

Die Polizei bestätigte Ermittlungen gegen einen Mann aus Südniedersachsen, wollte wegen des laufenden Verfahrens aber keine weiteren Angaben machen. „Bei uns haben sich rund ein Dutzend Autofahrer gemeldet und sich über den falschen gelben Engel beklagt“, sagte ADAC-Sprecherin Sabine Schlemmer. Der Mann höre vermutlich den Funkverkehr ab, um zu erfahren, wo Autos mit einer Panne liegen geblieben sind, deren Fahrer den ADAC alarmiert haben. „Er ist jedenfalls immer sehr schnell vor Ort“.

Dabei sei er hauptsächlich an der Autobahn 7 aktiv, gelegentlich aber auch auf Bundes- und Landstraßen der Region. Der falsche Pannenhelfer sei in einem Transporter mit einem gelben ADAC-Dachaufsetzer unterwegs, sagte Schlemmer. Um glaubwürdig zu wirken, verlange er auch den Clubausweis, bevor er aktiv wird. Dann lasse er sich Auftragsbestätigungen unterschreiben. Seine Hilfe beschränke sich allerdings darauf, Verkehrsleitkegel, sogenannte Pylone, aufzustellen und später Rechnungen zu schicken. Die Pannenhilfe überlasse er dann den echten ADAC-Helfern. (dpa)

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