Fassbomben-Einsatz: Aktivisten fordern Waffenembargo in Syrien

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Ein verletzter Junge steht nach einem Fassbombenangriff in Aleppo vor dem zerstörten Haus seiner Familie. Foto: Ali Mustafa/Archiv

New York (dpa) - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, wegen des fortgesetzten Einsatzes von Fassbomben durch die syrische Regierung ein Waffenembargo zu verhängen.

In einem in New York veröffentlichten Bericht beschreibt HRW, dass seit dem Verbot solcher willkürlichen Bombardierungen durch den Sicherheitsrat am 22. Februar 2014 in Rebellengebieten 1450 Orte höchstwahrscheinlich aus der Luft bombardiert wurden. Nur die Regierung setze Fassbomben ein, da die Rebellen keine Hubschrauber besäßen, so HRW. Fassbomben sind mit Sprengstoff und Metallsplittern gefüllte Behälter, die aus Hubschraubern abgeworfen werden. Sie sind international geächtet.

Die Bomben töten und verstümmeln nicht nur, wie HRW-Nahost-Experte Nadim Houry sagte, sondern machen ganze Städte und Ortschaften unbewohnbar. Ein Waffenembargo gegen die Regierung und Rebellengruppen, die willkürlich Zivilisten angreifen, könne zwar nicht die Herstellung dieser Bomben verhindern, würde aber die Einfuhr von militärischen Ersatzteilen oder Treibstoff für Hubschrauber unterbinden.

Der Bericht dokumentiert Bombardierungen in zwei Regionen, Aleppo und Daraa. Nach Angaben von Aktivisten wurden seit der Resolution vom Februar 2014 dort mehr als 3100 Zivilisten durch Bombardement aus der Luft getötet.

HRW zu Fassbomben in Syrien

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