Parlament-Kicker

FC Bundestag: Drei AfD-Abgeordnete dürfen mitspielen

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Im Team des FC Bundestag stehen nun auch drei AfD-Politiker.

In der fraktionsübergreifenden Altherren-Fußballmannschaft des Parlaments dürfen nun auch drei der fünf AfD-Politiker mitspielen, die sich für den Verein angemeldet hatten.

Berlin - Der FC Bundestag steht demnächst auch mit Abgeordneten der AfD auf dem Spielfeld. Die Mitglieder der fraktionsübergreifenden Altherren-Fußballmannschaft des Parlaments beschlossen am Mittwoch einstimmig die Aufnahme von drei der fünf AfD-Politiker, die sich für den Verein angemeldet hatten.

Mannschaftskapitän Marcus Weinberg (CDU) bestätigte, dass die Mitglieder die Aufnahme des Abgeordneten Sebastian Münzenmaier abgelehnt haben. Gründe dafür nannte er nicht. Zu einem weiteren Aufnahmeantrag gebe es noch „Nachfragen“.

Der Abgeordnete Hansjörg Müller aus Bayern sagte: „Ich wurde auf hold gesetzt“. Aufgenommen worden sei unter anderem Jörn König aus Niedersachsen. „Uns so spalten zu wollen, ist eine Frechheit“, sagte Müller.

Münzenmaier war im Oktober wegen seiner Beteiligung an einem Überfall auf Fußballfans zu einer Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Er hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Laut Amtsgericht Mainz hatte Münzenmmaier vor fünf Jahren Mitgliedern der Ultra- und Hooliganszene des 1. FC Kaiserslautern geholfen, Fans des 1. FSV Mainz 05 aufzulauern und sie zu verprügeln.

Für Dieter Janecek von den Grünen ist die Aufnahme von AfD-Abgeordneten in den Verein kein Grund, dem FC Bundestag den Rücken zu kehren. Er sagte: „Wir treten nicht aus. Wir freuen uns auf gemeinsame Benefizspiele für die Flüchtlingshilfe.“

Dem FC Bundestag gehören neben aktuellen Mitgliedern des Bundestages auch ehemalige Abgeordnete an. Weinberg sagte der Deutschen Presse-Agentur, bei der nächsten Mitgliederversammlung wollten die Vereinsmitglieder über eine Satzungsänderung abstimmen. Darin solle festgestellt werden, dass der Verein „für Weltoffenheit“ und Toleranz stehe und „fremdenfeindliche Bestrebungen“ ablehne.

dpa

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