FDP: Fracking noch nicht beschlossen

Dieter Posch

Kassel. Scharfe Kritik haben die nordhessischen FDP-Landtagsabgeordneten Heinrich Heidel, Jürgen Lenders und der ehemalige Wirtschaftsminister Dieter Posch an der Entscheidung der Regionalversammlung Nordhessen zum Thema Fracking geübt.

Die Regionalversammlung erwecke mit ihrer Stellungnahme den Anschein, als sei es beschlossene Sache, Bohrungen vorzunehmen, die mit dem Einbringen von Chemikalien verbunden sind. Der Beschluss der Regionalversammlung vom 14. September mit der Formulierung „Das Regierungspräsidium Darmstadt als zuständige Behörde wird aufgefordert, die beantragte Erlaubnis für die Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen in Nordhessen zu versagen“ sei falsch.

Nach Auffassung der liberalen Landespolitiker geht es zunächst lediglich um eine sogenannte Aufsuchungserlaubnis, um erst einmal festzustellen, ob Gesteinsschichten mit Erdgasvorkommen vorhanden seien. Ob negative Auswirkungen auf die Umwelt zu befürchten seien, könne erst beantwortet werden, wenn man wisse, wo sich Vorhaben befinden und welche Voraussetzungen zur Gewinnung erfüllt sein müssen. Um dies dann zu genehmigen, seien weitere bergrechtliche Entscheidungen vorgeschrieben. (lhe)

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