Karnevals-Auszeichnung

Kubicki bekommt Schlappmaulorden

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Für seine Schlagfertigkeit und seine Meinungsstärke ist der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki mit dem Schlappmaulorden der Kitzinger Karnevalsgesellschaft ausgezeichnet worden.

Kitzingen - Für seine Schlagfertigkeit und seine Meinungsstärke ist der norddeutsche FDP-Politiker Wolfgang Kubicki mit dem Schlappmaulorden der Kitzinger Karnevalsgesellschaft ausgezeichnet worden.

„Sein heute zu Recht prämiertes Schlappmaul wird ihm in der heißen politischen Küche sicherlich sehr hilfreich sein“, sagte Sternekoch Alfons Schuhbeck am Montag in Kitzingen in seiner Laudatio auf den Preisträger. Der Oberbayer war im Vorjahr Träger des Bronzegusses, der einer altertümlichen Fratze nachempfunden ist. Der 60 Jahre alte Kubicki ist der 29. Preisträger seit der Einführung des Ordens im Jahr 1989.

Schon als Anwalt habe Kubicki gierige Haie auf dem Richtertisch fachmännisch so harmlos zerlegt wie unschuldige Kieler Sprotten, lobte der Sternekoch. Nun sei der Politiker zwar FDP-Küchenchef in Kiel, „aber er zeigt jetzt Ambitionen Richtung Berlin als Beikoch für liberale Spezialitäten. Er kocht sein eigenes Süppchen, und anderen versalzt er gern die Suppe.“

Als Antwort auf die bissige Lobhudelei sagte der Ausgezeichnete: „Ich glaube, wenn ich Alfons Schuhbeck so gehört habe, dass er wahrscheinlich besser reden als kochen kann.“ Seine Dankesworte reimte der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef galant: „Hier steh' ich nun im Glanz der Franken, mich für den Orden zu bedanken“.

Er reiht sich in eine lange Liste von Politikern ein, die bereits als „Schlappmaul“ ausgezeichnet wurden. Dazu gehören der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU), Linksfraktionschef Gregor Gysi, Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU).

Mit dem Orden geht auch eine lebenslange Ehrenmitgliedschaft in dem fränkischen Karnevalsverein einher. Die Ordensträger wählt der Elferrat. Hauptvoraussetzung ist, dass der Preisträger im Jahr zuvor eine „gar trefflich lockere Zunge“ bewiesen und ein „schlagkräftiges Wort“ geführt hat.

dpa

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