Niedersachsens Liberale hoffen trotz magerer Umfragewerte auf Wiedereinzug in den Landtag

FDP: Zwei Minister sollen Zugpferde sein

Stefan Birkner

Hannover. Zugpferde sollen die beiden Minister sein. Mit den Ressortschefs Stefan Birkner (Umwelt) und Jörg Bode (Wirtschaft) an der Spitze will die niedersächsische FDP im Januar kommenden Jahres den Wiedereinzug in den Landtag schaffen.

Frauen allerdings haben auf der Landesliste, die die Liberalen am Wochenende in Osterholz-Scharmbeck beschließen wollen, Seltenheitswert.

Jörg Bode

Immerhin Platz drei ist auf der von Landeschef Birkner und den acht Bezirksfürsten ausgehandelten Vorschlagsliste für Gabriela König aus Osnabrück reserviert. Die Nominierung der wirtschaftspolitischen Sprecherin, die im Landtag bislang keine großen Akzente gesetzt hat, soll zumindest ein kleines Signal an die weibliche Wählerschaft sein. Da müssen selbst Fraktionschef Christian Dürr aus Ganderkesee (Platz vier), Fraktionsgeschäftsführer Christian Grascha aus Einbeck (Platz sechs) und Generalsekretär Gero Hocker aus Achim (Platz acht) zurückstecken.

Als einzige der im Landtag vertretenen fünf Parteien hat die FDP keine Frauenquote; sämtliche Versuche, den weiblichen Anteil durch Satzungszwänge zu erhöhen, sind bislang gescheitert. So erscheint erst auf Platz neun die nächste Kandidatin, Sylvia Bruns, derzeit Ratsfrau in Hannover. Platz zwölf ist dann für die Braunschweiger Abgeordnete Almuth von Below-Neufeldt vorgesehen. „Damit sind wir besser als vor fünf Jahren“, sagt Generalsekretär Hocker allen Ernstes. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren stand die dritte Bewerberin erst auf Platz 15 der FDP-Liste.

„Gute Frauen haben es bei uns schwer“, stöhnt eine Liberale. Aber auch so manchem FDP-Spitzenmann ist die Dominanz des angeblich stärkeren Geschlechts peinlich. Dass der Parteitag in Osterholz den Proporz wesentlich verschieben könnte, steht jedoch nicht zu erwarten. Nach den derzeitigen Umfragen liegt die FDP bei mageren vier Prozent, muss also um den Wiedereinzug in das Parlament bangen.

Sollte sie am 20. Januar 2013 den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde knapp schaffen, könnte es für sieben oder acht Sitze reichen. 2008 kam die FDP auf 8,2 Prozent, damit erhielten 13 liberale Abgeordnete einen Sitz im Landtag.

Inhaltlich wollen die Liberalen vor allen mit den Themen solide Finanzen, starke Gymnasien und bezahlbare Energien punkten.

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