Kritik setzte ihm zu

Fehlender Rückhalt: Becker will kein Juli-Vorsitzender mehr sein

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Kritik setzte ihm zu: Lasse Becker tritt zurück.

Kassel. Die FDP sortiert sich nach dem Debakel bei der Bundestagswahl neu. So richtig zur Ruhe kommen die Liberalen dabei nicht. Denn auch beim FDP-Nachwuchs sorgt ein Politiker nun für eine Überraschung:

Lasse Becker, Vorsitzender der Jungen Liberalen und gebürtiger Schauenburger gab jetzt seinen Rücktritt zum Bundeskongress im November bekannt.

Die Gründe: Mangelndes Vertrauen, harsche Kritik und Platz für einen Generationswechsel.

Telefonisch war der Diplom-Volkswirt nicht zu erreichen. Auch aus der Zentrale der Jungen Liberalen in Berlin gab es keine Aussage zum Rücktritt. Man habe sich intern darauf abgesprochen, den Rücktritt nicht zu kommentieren“, sagte Pressesprecher Alexander Hahn. Schaut man auf die Kommentare auf seiner Facebook-Seite bedauert der Großteil offenbar seinen Rückzug.

In einer Erklärung an die Jungen Liberalen äußert sich der Politiker über die Gründe: „Liebe JuLis“ beginnt der 30-Jährige sein Schreiben. Ihm sei der Schritt nicht leicht gefallen, schreibt Becker, der seit 2010 Vorsitzender war und erst im Frühjahr wiedergewählt wurde.

In vielen Diskussionen der vergangenen Wochen sei mancher Kommentar von ihm besonders kritisch durchleuchtet worden. „Das ist keine gesunde Grundlage für einen gemeinsamen Gestaltungsanspruch“, heißt es in der Mitteilung. Es sei nicht gut, wenn dem Vorsitzenden misstraut werde. Das sei kein haltbarer Zustand für die Positionierung der FDP.

Abgesehen davon, dass die Kritik ihm persönlich zugesetzt habe. Aus diesem Grund und eines notwendigen Generationswechsels habe er sich entschlossen, zurückzutreten. Er wolle sich in Zukunft verstärkt für die FDP in seiner Heimat Hessen einsetzen.

Von Max Holscher

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