Säugling wurde in Babyklappe gelegt

Babyklappen-Findelkind: Mädchen ist wohlauf

Hannover. Nach dem Fund eines Neugeborenen in der Babyklappe in Hannover hat sich die Mutter des Kindes noch nicht gemeldet. „Da ist nichts passiert“, sagte der Sprecher der Diakonischen Dienste Hannover, Achim Balkhoff, am Freitag. Dem Mädchen gehe es gut.

Die Mutter oder die Eltern können sich innerhalb von acht Wochen melden, um ihr Baby wieder zu bekommen. Danach wird es zur Adoption freigegeben. Das Mädchen war schon einige Tage alt, als es im Krankenhaus Friederikenstift am frühen Abend des 23. Dezember in dem Wärmebettchen hinter der Babyklappe gefunden wurde.

Seit Einrichtung des Babykörbchens in Hannover im Jahr 2001 wurden dort bisher zehn Kinder anonym abgegeben. Mehrere Mütter meldeten sich aber anschließend, um ihr Kind doch zu sich zurückzuholen. Insgesamt gibt es in Niedersachsen fünf vergleichbare Einrichtungen, außer der Klappe in Hannover auch in Braunschweig, Nordhorn, Osnabrück und Rotenburg/Wümme.

In Hannover war das Angebot von der früheren evangelischen Landesbischöfin Margot Käßmann initiiert worden. Nach einem tragischen Zwischenfall 2008 wurde das Babykörbchen technisch verbessert. Damals war in der Nähe der Klappe ein toter Säugling in einer Stofftasche gefunden worden. (lni)

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