Anlagen soll etwa 190 Meter hoch sein

Offenlegung der Flächen für Hunderte Windräder beschlossen

Kassel. Windkraft soll Nord- und Osthessen in den kommenden Jahren weiter nach vorn bringen. Die Regionalversammlung stimmte am Montag der Offenlegung des neuen Regionalplans zu, nach dem zwei Prozent der Fläche Nord- und Osthessens vorrangig für Windenergie genutzt werden sollen.

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Dagegen kann im März und April Einspruch erhoben werden.

Die nordhessische Regionalversammlung hat damit die Weichen für den drastischen Ausbau der Windkraft in Nordhessen gestellt: Sie verabschiedete die Pläne des Regierungspräsidiums, nach denen in den nächsten Jahren 600 bis 800 neue Windräder aufgestellt werden. Sie werden zum größten Teil im Wald der Berge stehen und haben eine Höhe bis zu 190 Metern. Zum Vergleich: Der Kölner Dom ist mit 157 Metern deutlich niedriger.

„Man wird die Anlagen sehen“, sagte Wolfgang Kaivers, Chef der Regionalplanung beim RP, „das ist unvermeidbar.“ Aber: Alle Standorte seien mit der Umweltabteilung beim RP und mit Hessenforst abgesprochen worden.

Gegen einzelne Standorte können betroffene Bürger und Institutionen Einsprüche einlegen und klagen. Von März an wird der Plan für zwei Monate öffentlich ausgelegt, damit Bürger sich dazu äußern können - übrigens auch per Internet. Im Oktober soll die Planung endgültig verabschiedet werden. Wie ein RP-Sprecher sagte, stehen Investoren bereits in den Startlöchern.

Im August und September wird es dann nach einer möglichen Berücksichtigung der Einsprüche eine zweite Offenlegung der Pläne geben, bevor die Regionalversammlung Ende des Jahres endgültig entscheiden wird.

Man werde die Standorte nur gemeinsam mit den Bürgern verabschieden, sagten Sprecher aller Faktionen. Mit Klagen wird dennoch gerechnet und einige Änderungen der Pläne scheinen sicher zu sein. So etwa in Trendelburg-Gottsbüren, wo 28 Windräder entstehen sollen. Das, so hieß es, werde man wohl kaum verwirklichen können.

Artikel aktualisiert um 17.30 Uhr.

Schwerpunkt der nordhessischen Windpläne ist der Landkreis Kassel, in dem auf einer Fläche von 4100 Hektar rund 100 riesige Windräder an 29 Standorten gebaut werden sollen.

Die Windräder sollen einmal 68 Prozent des hessischen Stroms liefern.

Das von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) geplante Einfrieren der Ökostrom-Umlage habe keinen Einfluss, sagte der RP-Sprecher. Es seien lediglich Flächen festgelegt worden. (tho/dpa)

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