Peter Tauber fordert Geschlossenheit

Flüchtlinge: CDU-Generalsekretär mahnt die CSU

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CDU-Generalsekretär Tauber: "Die größten Verschärfungen im Asylrecht seit 20 Jahren"

Berlin - In der Flüchtlingspolitik sind sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) uneins. Angesichts der Kritik aus München mahnt nun CDU-Generalsekretär Tauber.

CDU und CSU seien immer dann besonders erfolgreich, wenn sie gemeinsam an der Lösung von Problemen arbeiteten, sagte Tauber der "Saarbrücker Zeitung". "So sollten wir es auch bei der größten Herausforderung seit der Deutschen Einheit halten." Die CDU sei stolz darauf, "die größten Verschärfungen im Asylrecht seit 20 Jahren" auf den Weg gebracht zu haben, "und das sollte die CSU auch sein", sagte der CDU-Generalsekretär.

In der Union hatte es zuletzt vermehrt Kritik an der Entscheidung Merkels gegeben, zehntausende in Ungarn angekommene Flüchtlinge nach Deutschland zu lassen. CSU-Chef Horst Seehofer hatte dies als einen "Fehler" bezeichnet, "der uns noch lange beschäftigen wird". Sorgen äußerten Politiker von CDU und CSU auch, ob die Integration hunderttausender nach Deutschland gekommener Flüchtlinge gelingen werde.

"Die Globalisierung kommt bei uns an"

Laut Peter Tauber gehe es in erster Linie darum, die Fluchtursachen zu beseitigen, die EU-Außengrenzen zu sichern und nur wirklich Verfolgten Hilfe zu gewähren. Mit Blick auf die CSU sagte er:" Ich halte nichts davon, jeden Tag mit neuen Vorschlägen um die Ecke zu kommen, wenn man sie nicht auch umsetzen kann. Wir spüren die Folgen internationaler Krisen nun im eigenen Land. Die Globalisierung kommt bei uns an."

dpa

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