Flüchtlinge in Deutschland

Kommentar zu abgeschotteten Golfstaaten: Flucht vor Rechtlosigkeit

Dass die reichen Golfstaaten keine Flüchtlinge aufnehmen, entlarvt das Märchen von der Einheit des arabischen Volks und der Bindekraft des gemeinsamen islamischen Bekenntnisses als Schönwetter-Ideologie. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa.

In Staaten wie Kuwait und Saudi-Arabien beherrschen starke Familien die Institutionen, sie legen die Gesetze aus. Wer dazugehört, hat Glück. Wer nicht dazugehört, wird sich auflehnen - oder gehen. So wie im Irak und in Syrien. Kein Wunder, dass Saudis & Co. keine Zuwanderer mögen. Es ist systembedingt.

Die Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak fliehen vor jener Gewalt, die schon immer das Ergebnis von Rechtlosigkeit war. Sie fliehen vor der Herrschaft der Clans, die schon immer im Gegensatz zur Herrschaft des Rechts stand.

Die höchste regulierende Instanz in Deutschland ist das Grundgesetz. An das muss sich sogar der Gesetzgeber halten, der Bundestag. In Deutschland hat kein Prinzensohn mehr Rechte als ein Flüchtling. Die Herrschaft des Rechts war stets und überall der Lohn für den Gewaltverzicht der Starken. Deswegen ist Deutschland Hoffnung für viele. Aber genau hier liegt auch die Verpflichtung für alle, die hier leben und leben wollen.

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