Innenministerium kauft Überwachungsflieger für die hessische Polizei – Billiger und schneller, aber nicht so vielseitig

Überwachungsflieger für hessische Polizei: Flugzeug soll zwei Helikopter ersetzen

Wiesbaden. Auch die hessische Polizei muss auf ihre Finanzen achten. Um Kosten zu senken, hat das Innenministerium ein Propellerflugzeug angeschafft. Es ersetzt zwei ausgediente Hubschrauber.

Nach Angaben von Ministeriumssprecher Mark Kohlbecher soll die Maschine des italienischen Herstellers Vulcanair im Frühjahr 2012 in Betrieb genommen werden, zum Beispiel zur Überwachung von Straßen und Gewässern. Das Flugzeug vom Typ Observer 2 ist für zwei nicht mehr einsatzfähige Helikopter des Typs BO 105 gekauft worden.

Das Innenministerium habe sich aus Kostengründen dafür entschieden, das Flugzeug statt neuer Hubschrauber anzuschaffen, sagt Kohlbecher. Während ein Hubschrauber in der Anschaffung rund sieben Millionen Euro koste, sei die Propellermaschine mit einer Million Euro vergleichsweise günstig. Zudem koste die Betriebsstunde des Flugzeugs weniger als 200 Euro. Bei einem Hubschrauber müsse man hingegen mit 1200 Euro rechnen.

Kohlbecher räumt ein, dass das Propellerflugzeug, das für die Polizeiarbeit umgebaut wird, nicht alles könne, was ein Hubschrauber kann: „Sie können damit nicht in der Stadt landen oder in der Luft stehen bleiben.“ Der Ministeriumssprecher verweist aber auf die drei Eurocopter EC 145, die der Polizei weiterhin zur Verfügung stehen. Das Polizeiflugzeug, das in Kooperation mit der Polizei Rheinland-Pfalz betrieben wird, soll auf dem Flugplatz in Egelsbach (Landkreis Offenbach) stationiert werden.

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