Neuer Campus der Technischen Universität Braunschweig ist eröffnet

Forschen am Flughafen

Forschung für leisere Flugzeuge: Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (links) und Uni-Präsident Jürgen Hesselbach. Foto: dpa

Braunschweig. Den Millionen Euro teuren „Campus Forschungsflughafen“ (CFF) hat Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Montag in Braunschweig eröffnet. Die Technische Universität (TU) will dort die Forschung am „bürgernahen Flugzeug“, das leiser, effizienter und sicherer sein soll, vorantreiben.

„Der Forschungsflughafen zählt zu den innovativsten Wirtschafts- und Wissenschaftsclustern Europas. Hier findet praxisnahe Spitzenforschung für das Fliegen von morgen statt“, erklärte McAllister. Bund, Land und TU haben für den Bau und die geplanten Großgeräte 28 Millionen Euro investiert, teilte die TU mit. Die Stadt Braunschweig stellte das Grundstück zur Verfügung. „Braunschweig gehört zu den ältesten und bedeutendsten Forschungsstandorten für Luft- und Raumfahrt in Deutschland“, betonte der Ministerpräsident.

Gute Investition

Unter anderem arbeiten die Wissenschaftler an Flugzeugen, die mit kürzeren Start- oder Landebahnstrecken auskommen. „Mit diesem Neubau in der Nähe der bereits am Forschungsflughafen ansässigen Institute werden die fachliche Zusammenarbeit und die Ausbildung des Nachwuchses weiter verbessert. Das ist gut investiertes Geld für die Zukunft“, sagte der Politiker. TU-Präsident Jürgen Hesselbach geht davon aus, dass der neue Campus für junge Forscher aus aller Welt attraktiv sein wird.

Am Braunschweiger Forschungsflughafen tüfteln mehr als 50 Forscher von 15 Instituten der Universitäten Braunschweig und Hannover sowie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Großprojekt „bürgernahes Flugzeug“. Bereits jetzt gibt es dort nach TU-Angaben eine weltweit einzigartige Ausstattung mit Forschungsflugzeugen und Simulatoren, Windkanälen und Prüfständen. Die Ziele orientieren sich an denen des Europäischen Forschungsrats für Luft- und Raumfahrt (ACARE) - dem Vertreter aus Industrie, Forschung, Luftfahrt und Politik angehören –und sie sind ehrgeizig. Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen sollen ebenso drastisch gesenkt werden wie die Anzahl der schweren Unfälle bei Starts und Landungen.

City-Flughäfen

Dazu sollen unter anderem kleinere Verkehrsmaschinen verstärkt auch kleinere City-Flughäfen anfliegen. Voraussetzung sei die Akzeptanz der Bürger, dazu seien erheblich leisere Maschinen nötig, die auf kürzeren Start- und Landebahnen funktionieren. (lni)

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