2002 erschossener Rechtspopulist

Fortuyn-Mörder bald aus dem Knast frei?

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Der 2002 erschossene Rechtspopulist Pim Fortuyn.

Amsterdam - Gut elf Jahre nach dem Mord an dem niederländischen Rechtspopulisten Pim Fortuyn kann der Täter auf vorzeitige Haftentlassung unter Auflagen hoffen.

Eine unabhängige Kommission sprach sich am Mittwoch dafür aus, dem Antrag von Volkert van der Graaf stattzugeben. Der 44-jährige Tierschutzaktivist war wegen des Mordes vom 6. Mai 2002 zu 18 Jahren Haft verurteilt worden.

Erste Schritte in der Freiheit wären ab kommendem Jahr möglich, wenn van der Graaf zwei Drittel der Haftstrafe abgesessen hat. Das letzte Wort hat das Justizministerium, das schon zwei Anträge abgelehnt hat. Vizeressortchef Fred Teeven kündigte am Mittwoch eine Entscheidung für kommenden Montag an.

Die Ermordung Fortuyns auf dem Parkplatz eines TV-Senders wenige Tage vor der Parlamentswahl hatte die Niederlande erschüttert. Die Tat stellte das Selbstbild des Landes als das einer offenen und zugleich vereinten und sicheren Gesellschaft in Frage. Fortuyn nannte den Islam eine "rückwärtsgewandte Kultur" und wollte die Grenzen für Einwanderer schließen.

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Eine vorzeitige Haftentlassung seines Mörders könnte alte Wunden wieder aufreißen, fürchten Regierungsmitarbeiter. "Die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind noch immer stark", warnten Beamte. Es könne zu Unruhen kommen, sogar das Leben des Täters sei in Gefahr.

Die Kommission verteidigte einen schrittweisen Freigang dagegen als richtigen Weg, um den Täter wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Der stellvertretende Justizminister Fred Teeven kündigte an, er werde bis Anfang kommender Woche über die vorzeitige Haftentlassung entscheiden.

AFP

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