Spur der Wölfin Zora verloren

Fotofalle soll Beweis bringen: Gibt es im Weserbergland einen Wolf?

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Heiße Spur: Dieses Foto machte ein Zeuge mit seinem Handy im Landkreis Hameln-Pyrmont. Der Landesbetrieb für Naturschutz geht davon aus, dass die Aufnahme einen Wolf zeigt.

Hameln. Die Wölfe kommen nach Niedersachsen zurück. Nachdem bereits in der Lüneburger Heide Tiere ausgemacht wurden, gibt es jetzt Anhaltspunkte dafür, dass auch im Weserbergland ein wilder Wolf lebt.

Es gebe ein Handy-Foto, dass diesen Schluss nahelege, sagte die Wolfsexpertin des niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLKWN), Bärbel Pott-Dörfer, am Mittwoch. Regionale Zeitungen hatten übereinstimmend berichtet, dass das Bild zwischen Börry und Hastenbeck im Landkreis Hameln-Pyrmont aufgenommen wurde.

Auf dem Foto sei ein Tier zu sehen, das aussehe wie ein Wolf, sagte die Expertin. Es gebe zudem mehrere weitere Zeugen, die den Wolf gesehen haben wollen. Einen handfesten Beweis gebe es derzeit allerdings noch nicht. Die Experten wollen sich deshalb Gewissheit verschaffen. Sie haben östlich von Hameln eine Fotofalle installiert und hoffen, dass der Wolf abgelichtet werden kann.

Unterdessen hat sich die Spur der Wölfin „Zora“ verloren, die Anfang Mai durch die Elbe geschwommen und aus Sachsen-Anhalt in den Kreis Lüchow-Dannenberg gekommen war. Das Sendehalsband, mit dem das Tier überwacht wurde, funktioniere offenbar nicht mehr, teilte die Kreisverwaltung gestern mit. Zora stammt aus einem Wolfsrudel, das am Truppenübungsplatz Altengrabow lebt.

Ein weiterer Wolf war zuletzt auf dem Truppenübungsplatz Munster in der Lüneburger Heide gesichtet worden. Ein wilder Wolf, der 2006 aus Sachsen in den nordhessischen Reinhardswald gewandert war und von dort aus auch immer wieder bis in den südniedersächsischen Solling streifte, war im April dieses Jahres verendet. (lni)

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