Fracking: Bistum Fulda untersagt Gemeinden Nutzungsverträge

Fulda. In die Debatte um eine mögliche Suche nach Erdgas in Nordhessen und die umstrittene Fördertechnik Fracking hat sich jetzt auch das Bistum Fulda eingeschaltet. Ob das kanadische Energieunternehmen BNK in Nordhessen überhaupt nach Erdgas suchen darf, ist offen.

Der Antrag liegt beim RP Darmstadt - ohne Bescheid. Dennoch untersagt das Bistum seinen Kirchengemeinden Geschäfte mit Gasbohrern: Es sei „nicht auszuschließen, dass die potenziellen Betreiberfirmen im Vorfeld auch an Kirchengemeinden als Landbesitzer herantreten, um Landnutzungsverträge für Probebohrungen auszuhandeln.

Das Bistum Fulda weist ausdrücklich darauf hin, dass derartige Verträge seitens des Bistums auch wegen der unzureichenden Schadensersatzregelung nicht genehmigt werden.“ Man begrüße die Aussage von Bundesumweltminister Altmeier, dass das Verfahren in Trinkwasserschutzgebieten grundsätzlich verboten werde und in allen anderen Fällen eine Umweltverträglichkeitsprüfung zwingend sei, so am Donnerstag Christof Ohnesorge, Sprecher des Bistums.

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hatte schon im Oktober Eigentümer kirchlicher Ländereien auf das Gefährdungspotenzial von Fracking für Trinkwasser und Umwelt hingewiesen. (wrk)

Rubriklistenbild: © dpa

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