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Frank-Walter Steinmeier: Vom linken Studenten zum Bundespräsidenten

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Von: Ines Alberti

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD)
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei der Verleihung des Deutschen Zukunftspreis 2021. (Archivbild) © via www.imago-images.de

Frank-Walter Steinmeier ist derzeit Deutschlands Staatsoberhaupt. Den Grundstein für seine politische Karriere legte er schon mehr als 40 Jahre zuvor.

Berlin – Frank-Walter Steinmeier ist derzeit der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war der SPD-Politiker unter anderem als Außenminister und Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion tätig. Zur Politik fand Steinmeier schon zur Zeit seines Studiums. Doch von Haus aus ist der 66-jährige Jurist.

Frank-Walter Steinmeier wird am 5. Januar 1956 als Sohn des Tischlers Walter Steinmeier und Ursula Steinmeier in Detmold geboren. Er wuchs in Brakelsiek im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe auf. Nach dem Abitur in Blomberg leistete er bis 1976 seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe in Goslar. Anschließend begann er sein Studium der Rechtswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, 1980 nahm er Politikwissenschaft dazu. Sein zweites Staatsexamen machte Steinmeier 1986 und arbeitete anschließend bis 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für öffentliches Recht und Wissenschaft von der Politik. Er erlangte zudem einen Doktortitel.

NameFrank-Walter Steinmeier
Geburtstag und -ort05.01.1956 in Detmold
ParteiSPD
Derzeitiges AmtBundespräsident der Bundesrepublik Deutschland
Familienstandverheiratet, eine Tochter
PartnerinElke Büdenbender

Politischer Werdegang von Frank-Walter Steinmeier

Steinmeiers politisches Wirken begann bereits vor seinem Studium mit seinem Eintritt in die SPD 1975. Neben seinem Studium engagierte er sich zudem in der Juso-Hochschulgruppe. Er war außerdem Teil der Redaktion der vom Verfassungsschutz beobachteten linken juristischen Fachzeitschrift „Demokratie und Recht“.

Nach seiner Promotion stieg er auch direkt in die Politik ein und wurde Referent für Medienrecht und Medienpolitik in der Niedersächsischen Staatskanzlei in Hannover. Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder machte ihn 1993 zum Leiter seines Büros. Anschließend leitete Steinmeier von 1994 bis 1996 die Abteilung für Richtlinien der Politik, Ressortkoordinierung und -planung in der Niedersächsischen Staatskanzlei. Von 1996 bis 1998 arbeitete er als Staatssekretär und Leiter der Niedersächsischen Staatskanzlei.

Als Gerhard Schröder 1998 Bundeskanzler wurde, ging Steinmeier mit nach Berlin und wurde Staatssekretär im Bundeskanzleramt und Beauftragter für die Nachrichtendienste. Von 1999 bis 2005 war er Chef des Bundeskanzleramts. Nach der Bundestagswahl 2005 kam es zu einer Großen Koalition unter Angela Merkel, in der Frank-Walter Steinmeier als Außenminister fungierte und zeitweise auch Vizekanzler war.

Frank-Walter Steinmeier privat: Verheiratet und eine Tochter

Bei der Bundestagswahl 2009 trat Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidat an, jedoch verlor die SPD deutlich. Als von 2009 bis 2013 eine schwarz-gelbe Koalition aus CDU/CSU und FDP regierte, führte Frank-Walter Steinmeier die Opposition und war SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzender. Nach der Bundestagswahl 2013 kehrte Steinmeier in der Neuauflage der Großen Koalition ins Bundesaußenministerium zurück. Noch in der laufenden Legislaturperiode gab er 2017 sowohl sein Amt als auch sein Bundestagsmandat auf, um Bundespräsident zu werden.

1995 heiratete Frank-Walter Steinmeier die Verwaltungsrichterin Elke Büdenbender und bekam mit ihr eine Tochter namens Merit. Zusammen lebt die Familie in der Villa Wurmbach in Berlin-Dahlem, der Dienstvilla des Bundespräsidenten. Zuvor war ihr Wohnsitz in Berlin-Zehlendorf.

Frank-Walter Steinmeier: Wird er bei der Bundespräsidentenwahl wiedergewählt?

Bei der kommenden Bundespräsidentenwahl am 13. Februar 2022 stellt er sich für eine zweite Amtszeit zur Wahl. Steinmeier hat drei Gegenkandidaten. Die Wahlberechtigten formen die Bundesversammlung: Zu ihnen gehören sowohl Politiker als auch Personen es öffentlichen Lebens.

Mit den ersten Prognosen und Hochrechnungen ist nach dem ersten Wahlgang zu rechnen. Das Ergebnis kann live im TV und Live-Stream mitverfolgt werden. Hier können Sie die Bundespräsidentenwahl live mitlesen. (ial)

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