Frankreich führt Rente mit 60 Jahren ein

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Das frühere Rentenalter gehörte zu den wichtigsten Wahlversprechen von François Hollande

Paris - Die neue sozialistische Regierung in Frankreich hat für Teile der Bevölkerung eine frühere Rente mit 60 Jahren beschlossen. Auch Auszeiten für eine Mutterschaft oder Arbeitslosigkeit werden angerechnet

Profitieren sollen etwa 110.000 Personen, die mindestens 41 Jahre lang eingezahlt haben. Laut Sozialministerin Marisol Touraine sollen dabei auch Auszeiten für eine Mutterschaft oder Arbeitslosigkeit angerechnet werden.

Das frühere Rentenalter gehörte zu den wichtigsten Wahlversprechen von Frankreichs sozialistischem Staatspräsidenten François Hollande. Es soll per Dekret erlassen werden und im November in Kraft treten. Hollandes Vorgänger, der Konservative Nicolas Sarkozy, hatte das generelle Renteneintrittsalter erst auf 62 Jahre erhöht.

Frankreich allein auf weiter Flur

Künftig soll nun schon ein versteuertes Jahresgehalt von insgesamt etwa 7.000 Euro ausreichen, um als volles Beitragsjahr angerechnet zu werden. Die Reform soll rund 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2013 kosten, bis 2017 jährlich ansteigen und dann drei Milliarden Euro kosten. Für die Finanzierung soll der steuerliche Rentenbeitrag um 0,2 Prozent ansteigen. Auch die privaten Verbände, die die Rente für leitende Angestellte mittragen, werden ihre Beiträge voraussichtlich erhöhen.

Frankreich ist damit das derzeit einzige Land in Europa, in dem das Renteneintrittsalter verringert wird. Dabei haben die Franzosen sogar eine deutlich höhere Rente als die Deutschen: Sie liegt bei durchschnittlich 1.400 Euro im Monat. In Deutschland beziehen gesetzlich Versicherte je nach Berechnung durchschnittlich nur etwa 1.000 Euro.

dapd

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