Französische Experten schließen Vergiftung Arafats aus

+
Palästinenserführers Jassir Arafat war Ende 2004 im Alter von 75 Jahren gestorben. Foto: Atef Safadi

Paris (dpa) - Französische Experten haben erneut eine Vergiftung des früheren Palästinenserführers Jassir Arafat ausgeschlossen. Das ergab eine Untersuchung im Auftrag der französischen Justiz, hat die Staatsanwaltschaft in Nanterre bei Paris bekanntgegeben.

Damit sei die These einer Vergiftung mit Polonium erneut widerlegt worden, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. 

Auch russische Untersuchungen hatten die Giftmord-These zuletzt 2013 ausdrücklich zurückgewiesen. Schweizer Experten hatten zwischenzeitlich eine Tötung mit der radioaktiven Substanz Polonium-210 angenommen, dies aber später zurückgenommen. 

Der Politiker war im November 2004 im Alter von 75 Jahren in einem Militärkrankenhaus bei Paris nach einer Infektion gestorben. Französische Wissenschaftler hatten im November 2012 zusammen mit Kollegen aus der Schweiz und aus Russland Gewebeproben Arafats aus dessen Grab in Ramallah im Westjordanland entnommen. Zuvor hatte Arafats Witwe Suha Arafat Anzeige gegen unbekannt wegen Mordes erstattet.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.