Fraport-Chef erwartet in Frankfurt 2013 steigende Umsätze

Frankfurt. Der Flughafenbetreiber Fraport rechnet trotz eines schwierigen Umfeldes in diesem Jahr mit Wachstum an seinem größten Standort Frankfurt. „Wir erwarten 2013 steigende Umsätze und operative Ergebnisse“, sagte Vorstandschef Stefan Schulte der „Wirtschaftswoche“.

Höhere Gewinne sieht der Manager vor allem in den Bereichen Handel, Werbung und der Vermietung von Immobilien: „Unser Ziel ist hier, die Retaileinnahmen 2013 in Richtung vier Euro pro Passagier zu steigern.“

Der Fraport-Chef hält auch ein Plus bei den Passagieren für möglich: „In Frankfurt rechnen wir nach einem schwachen ersten Quartal für das Gesamtjahr mit einer stabilen bis leicht positiven Passagierentwicklung gegenüber dem vorigen Jahr.“

Im vergangenen Jahr hatte Deutschlands größter Flughafen trotz der Luftverkehrsflaute zum Jahresende einen Passagierrekord geschafft: 57,5 Millionen Fluggäste und damit 1,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor nutzten das Drehkreuz.

Sein Auslandsnetz will das Unternehmen noch dichter spannen: „Wir sehen uns gerade die Ausschreibungsunterlagen zum Bau des neuen Flughafens in Istanbul an. Dazu bereiten wir uns auf die nächste Ausschreibung in Brasilien vor“, erklärte Schulte. Intern setzt sich Schulte dafür ein, den Frauenanteil in der Führung bis 2015/2016 auf 25 bis 35 Prozent auszubauen. Aktuell liege der Frauenanteil im Konzern insgesamt bei 19 Prozent, auf den Führungsebenen bei 23 Prozent.

„Wir müssen Frauen fördern und verstärkt in Führungspositionen einsetzen, wenn wir angesichts des demografischen Wandels und einer sinkenden Zahl von Erwerbstätigen genug qualifizierte Mitarbeiter haben wollen“, betonte Schulte.

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