Freiburger Erzbischof ruft zu Hilfe für Flüchtlinge auf

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Erzbischof Burger wies darauf hin, dass "wir im reichen Deutschland bisher nicht einmal 0,5 Prozent der Menschen aufnehmen, die weltweit auf der Flucht sind". Foto: Fredrik von Erichsen

Freiburg (dpa) - Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat zu mehr Engagement für Flüchtlinge aufgerufen. Deutschland stehe als wohlhabendes Land in der Pflicht, sagte er in Freiburg der Deutschen Presse-Agentur.

"Zumal wir im reichen Deutschland bisher nicht einmal 0,5 Prozent der Menschen aufnehmen, die weltweit auf der Flucht sind." In anderen Ländern machten Flüchtlinge inzwischen mehr als 20 Prozent der Bevölkerung aus. Burger ist in der katholischen Deutschen Bischofskonferenz verantwortlich für das Hilfswerk Misereor mit Sitz in Aachen und damit auch für die Flüchtlingspolitik.

"Wir stehen als Völkergemeinschaft in einer großen Solidaritätsverpflichtung", sagte er. Hilfe für Flüchtlinge sei ein Gebot der christlichen Nächstenliebe. "Und es macht unsere menschliche, humane Gesellschaft aus, Menschen in Not Hilfe zu bieten und eine Solidargemeinschaft zu sein."

Zudem müsse es eine nachhaltige Entwicklungspolitik in den Krisen- und Armutsgebieten geben. "Hilfe für Flüchtlinge hier bei uns ist richtig und wichtig. Aber die Ursachen von Flucht und Vertreibung können wir nicht an der eigenen Haustüre lösen." Unter anderem die kirchlichen Hilfswerke seien gefordert, die Probleme an der Wurzel anzugehen. Dabei seien sie dringend auf Spenden angewiesen. Der Appell zu helfen gelte vor allem jetzt vor Weihnachten.

Erzbistum Freiburg

Misereor

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