Hof Ahlswede bei Einbeck zählt zu den zwölf besten Milchviehbetrieben in Niedersachsen

Freies Denken, freie Tage, gute Milch

Futter satt: Im Boxenlaufstall bleibt nicht viel Handarbeit für den Landwirt zu tun. Die wichtigste ist das Melken - und die teilen sich auf dem Hof Ahlswede zwei Generationen. Foto:  Mühlhausen

Einbeck. Feiner Erfolg für den Milchviehbetrieb Ahlswede aus dem Einbecker Ortsteil Avendshausen: Der Bauernhof mit seinen knapp 100 Milchkühen und 100 weiteren Jungtieren gehört zu den zwölf besten der fast 12 000 Milchviehbetriebe in Niedersachsen. Am heutigen Mittwoch wird der Familie auf dem Hof in einer Feierstunde mit lokaler Prominenz und Vertretern der „Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen“ das offizielle Hofschild übergeben, das auf diesen Erfolg hinweist.

„Wir vergleichen die Preise konsequent, auch bei kleineren Anschaffungen.“

Bernd Ahlswede

Zuvor hatte eine Jury den Hof am Ortsrand des Ilmetaldörfchens im Kreis Northeim auf Herz und Nieren überprüft. Im Mittelpunkt stand dabei, wie Familie Ahlswede hochwertige Qualitätsmilch - im Jahresdurchschnitt stolze 9048 Kilogramm Milch pro Kuh - erzeugt. Neben der Unternehmensführung und der Qualitätssicherung wurde aber auch das Betriebsergebnis analysiert.

„Wir haben unseren Betrieb ganz gut durchorganisiert“, sagt Seniorchef Gerhard Ahlswede, der den Hof gemeinsam mit seinem Sohn Bernd Ahlswede in einer Betriebsgemeinschaft führt. 1999 habe man einen neuen Boxenlaufstall gebaut, die Handarbeit habe man dadurch weitestgehend minimieren können.

Da zudem nicht nur Vater und Sohn, sondern auch die beiden Ehefrauen Anneliese und Franzisca mit im Betrieb arbeiten, könne man sich auch die wichtigste Handarbeit, das Melken, gut einteilen: Die ältere Generation melkt morgens, die jüngere dann am Abend. Das schaffe Räume für Freizeit, aber auch für freies Denken sowie die anstehenden Arbeiten auf über 100 Hektar Acker, dem zweiten Standbein des Hofes.

„Wir können uns dadurch gegenseitig gut vertreten“, sagt Bernd Ahlswede. Dadurch könne sowohl die jüngere als auch die ältere Generation zwei Mal im Jahr je eine Woche Urlaub machen - eine Situation, wie sie längst nicht auf allen Milchviehbetrieben anzutreffen ist.

Die Jury zeigte sich auch vom guten Betriebsergebnis beeindruckt: Zum einen liege das an den guten Milchergebnissen, zum anderen aber auch im Einkauf, so Bernd Ahlswede: „Wir vergleichen die Preise konsequent, auch bei kleineren Anschaffungen.“ Sämtliches benötigtes Futtergetreide produzieren Ahlswedes zudem auf eigenem Acker.

Von Christian Mühlhausen

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