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Fridays for Future: Blockade-Aktion vor Willy-Brandt-Haus

Luisa Neubauer spricht vor dem Willy-Brandt-Haus, der SPD-Zentrale, vor tausenden Protestierenden.
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Luisa Neubauer spricht vor dem Willy-Brandt-Haus, der SPD-Zentrale, vor tausenden Protestierenden.

Die Klimabewegung lässt nicht locker und hat klare Vorstellungen, was eine neue Bundesregierung anzupacken hat.

+++ 17.07 Uhr: Kurz nach Beginn der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP haben Tausende Demonstranten in Berlin einen besseren Klimaschutz gefordert. Rund 20.000 Menschen zogen nach Angaben der Bewegung Fridays for Future vom Brandenburger Tor aus durch das Regierungsviertel. Die Polizei sprach von einem „überwiegend störungsfreien Verlauf“ der Demonstration. Nach deren Ende kam es jedoch zu Blockaden vor den Zentralen der drei Parteien, die am Vortag Koalitionsverhandlungen aufgenommen hatten.

Die größte davon war vor der SPD-Parteizentrale in Kreuzberg: Rund 200 Menschen blockierten nach Polizeiangaben die Kreuzung vor dem Willy-Brandt-Haus, auf der auch ein Traktor abgestellt wurde. Drei Männer kletterten auf Ampel- beziehungsweise Laternenpfähle. Es handele sich um eine Blockade-Aktion von Friday for Future, wie eine Sprecherin der Bewegung sagte.

Auch vor der Parteizentrale der Grünen versammelten sich laut Polizei Klimaschützer auf der Straße. Dort seien es 35 bis 40 Menschen gewesen, hieß es. Vor dem Parteihaus der FDP gab es ebenfalls Aktionen, wie es von Friday for Future hieß.

Fridays for Future: Fast 10.000 Teilnehmer demonstrieren in Berlin

+++ 14.10 Uhr: Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future demonstriert derzeit in Berlin. Nach Angaben eines Polizeisprechers gegenüber der dpa wurde die angemeldete Zahl von 10.000 Teilnehmenden nahezu erreicht, konkret sprach er von einer „hohen vierstelligen“ Zahl. Laut Veranstalter waren etwa 3000 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, weitere Angaben gab es zunächst nicht.

Mit Blick auf das stürmische Wetter kündigten die Initiatoren an, die Veranstaltung abzukürzen. Die Abschlusskundgebung sollte bereits an der SPD-Zentrale in Kreuzberg erfolgen. Dort waren die Demonstrierenden etwa eineinhalb Stunden nach Beginn der Aktion angekommen. Ursprünglich sollte der Protestzug nach dem Start am Brandenburger Tor durch das Regierungsviertel zurück zu dem Wahrzeichen der Stadt führen.

Fridays for Future: 10.000 Teilnehmer demonstriert in Berlin

Update vom Freitag, 22.10.2021, 12.35 Uhr: Unter dem Motto „Ihr lasst uns keine Wahl“ demonstriert seit 12 Uhr die Klimaschutzbewegung Fridays for Future in Berlin. „Gemeinsam erhöhen wir heute den Druck auf SPD, die Grünen und FDP – denn ohne einen politischen Systemwechsel werden wir die 1,5-Grad-Grenze nicht einhalten“, schreibt die Bewegung auf Twitter. Nach Angaben der Berliner Polizei sind rund 10.000 Teilnehmer der Demonstration gemeldet. Die Demonstration ist Teil von Aktionstagen, zu dem das Bündnis „Gerechtigkeit Jetzt!“ anlässlich der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und FDP gerufen hat.

Erstmeldung vom Mittwoch, 20.10.2021, 16.37 Uhr: Berlin – Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat in der Vergangenheit immer wieder für Aufsehen gesorgt, nun erhöhen die jungen Umweltschützer den Druck auf die kommende Bundesregierung. Der Start der Koalitionsverhandlungen* von SPD*, Grünen* und FDP* steht kurz bevor und die Klimaschutzbewegung hat am Mittwoch (20.10.2021) ihre Forderungen für die ersten 100 Tage einer neuen Bundesregierung vorgestellt. Sechs zentrale Punkte haben sie gemeinsam mit der Wissenschaftler-Vereinigung Scientist for Future ausgearbeitet. Am Freitag möchte die Bewegung erneut auf Berlins Straßen Demonstrieren, um diesen Punkten Nachdruck zu verleihen. Es werden Aktivisten aus ganz Deutschland erwartet.

„Wir sprechen nicht von der Begrünung der Regierungsarbeit, wir sprechen von vollumfänglichen Systemveränderungen, die anstehen. Ein ‚Weiter so‘ in ökoliberal ist zum Scheitern verurteilt.“ Am Donnerstag (21.10.2021) sollen die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und FDP zur Bildung einer gemeinsamen Bundesregierung beginnen.

Deutschland: Fridays for Future fordert überarbeitetes CO2-Budget

Um die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, fordern die jungen Umweltschützer unter anderem die Verabschiedung eines 1,5 Grad-konformen CO2-Budgets sowie den Beschluss des Erdgasausstiegs* bis spätestens 2035. Ein verbindlicher Kohleausstieg* bis 2030, ein Einbaustopp für fossile Verbrennungsmotoren* ab 2025 sowie ein sofortiger Neu- und Ausbaustopp für Autobahnen und Bundesstraßen* sind ebenfalls teil der Forderungen. Darüber hinaus sollen jährlich mindestens 14 Milliarden Euro für die internationale Klimafinanzierung festgelegt werden.

Schon zwei Tage vor der Bundestagswahl* Ende September hatte Fridays for Future im Rahmen einer großen Demonstration mehr Klimaschutz gefordert. Nach Schätzungen der Veranstalter beteiligten sich ca. 100.000 Demonstranten an dem Festzug. Initiatorin Greta Thunberg hielt hierzu eine Rede vor dem Reichstagsgebäude. Zu der für Freitag geplanten Demonstration durch das Regierungsviertel von Berlin sind nach Angaben der Berliner Polizei rund 10.000 Teilnehmer angemeldet. (lz/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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