Friedrich: 1.000 potenzielle Terroristen in Deutschland

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat in einem Interview vor 1.000 in Deutschland lebenden potentiellen Terroristen gewarnt.

Berlin - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat in einem Interview vor 1.000 in Deutschland lebenden potentiellen Terroristen gewarnt. 128 von ihnen stufte er sogar als extrem gefährlich ein.

Kurz vor dem 10. Jahrestag der Terroranschläge auf New York und Washington warnt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) in der Bild-Zeitung vor islamistischen Terroristen in Deutschland. Friedrich sagte: “Wir haben fast 1000 Personen, die man als mögliche islamistische Terroristen bezeichnen könnte. Davon wiederum sind 128 Gefährder, also Personen, bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie erhebliche Straftaten begehen könnten, das schließt auch einen Anschlag mit ein.“

Ungefähr 20 dieser Gefährder hätten zudem eindeutig eine Ausbildung in einem Terrorcamp absolviert, so Friedrich weiter. Viele der Betroffenen stünden daher unter permanenter Beobachtung durch die Behörden. “Die größte Gefahr geht heute eher von Einzeltätern aus. Sie sind schwer zu entdecken“, sagte Friedrich.

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Friedrich kritisierte: “Der militante Islamismus missbraucht die Religion als unmenschliche Kampf-Ideologie.“ Um dieser Entwicklung entschieden entgegentreten zu können, fordert er die Muslime in Deutschland zur Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden auf.

Friedrich bekräftigte, dass Deutschland keine weiteren Guantánamo-Häftlinge aufnehmen wird. Im Sommer 2010 hatte die Bundesregierung mit den USA vereinbart, zwei ehemalige Häftlinge des umstrittenen US-Gefangenenlagers auf Kuba aufzunehmen. “Die beiden Personen wurden aufgenommen und werden seitdem intensiv begleitet. Weitere Häftlinge nehmen wir nicht auf. Es gibt auch keine neuen Anfragen aus den USA.“

dpa

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