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Merz attackiert Lauterbach: CDU-Chef gegen Maskenpflicht im Herbst

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Von: Constantin Hoppe

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CDU-Chef Friedrich Merz kritisiert die Pläne für eine Maskenpflicht im Herbst: Karl Lauterbach verursache „Chaos und verunsichert die Bevölkerung noch weiter.“

Berlin – Mit dem nahenden Sommer-Ende und dem bevorstehenden Herbst werden die Befürchtungen einer erneuten Corona-Welle stärker. Gesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet daher eine flächendeckende Maskenpflicht ab dem 1. Oktober. Dafür erntet er nun scharfe Kritik von der Opposition.

CDU-Chef Friedrich Merz hat sich gegen eine flächendeckende Maskenpflicht im Herbst ausgesprochen und diese Überlegungen kritisiert: „Eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum? Nein. Mit welcher Begründung denn?“, sagte Merz in einem Gespräch mit der dpa.

FFP2-Maske
Kommt im Herbste eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum? CDU-Chef Friedrich Merz spricht sich dagegen aus. © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Friedrich Merz sieht keine Begründung für eine erneute Maskenpflicht

Merz betonte weiter, dass er gegen eine solche Pflicht sei: „Denn Grundrechtseingriffe müssen sorgfältig begründet werden“. Jedoch sei er für eine Maskenpflicht, in besonders zu schützenden Einrichtungen, wie Krankenhäusern, Altenheimen und Pflegeeinrichtungen, um die dort lebenden und arbeitenden Menschen zu schützen.

Auch die Pläne, eine Befreiung der Maskenpflicht auszusprechen, wenn sich die betroffene Person innerhalb der vergangen drei Monate hat impfen lassen, stießen bei Merz auf scharfe Kritik. Auf die Frage, ob er sich alle drei Monate impfen lassen würde, konterte der 66-Jährige: „Mit Sicherheit nicht!“

Friedrich Merz
Der CDU-Chef hält nichts von einer flächendeckenden Maskenpflicht. © Jonas Güttler/dpa

Friedrich Merz attackiert Karl Lauterbach: „medizinisch völlig unsinnig“

Sich alle drei Monate impfen zu lassen, wäre auch „medizinisch völlig unsinnig“, sagte Merz. Und er kritisierte SPD-Politiker Lauterbach noch weiter: „So wie Herr Lauterbach kommuniziert und handelt, erzeugt er überall Chaos und verunsichert die Bevölkerung zusätzlich.“ Dadurch würden Impfgegner womöglich noch stärker mobilisiert, warnte er.

Lauterbach hatte am Freitag (12. August) erklärt, es sei nicht so, dass eine Impfung nur noch drei Monate gelten werde und dass man sich alle drei Monate impfen lassen müsse. Diese Frist für Ausnahmen von der Maskenpflicht in Innenräumen sei gewählt worden, weil Impfungen in diesem Zeitraum nach bestehender Auffassung gegen Ansteckung schützen.

Friedrich Merz warnt: Neue Corona-Regeln könnten zu einem deutschlandweiten Flickenteppich führen

Mit Blick auf den kommenden Herbst und die Pläne der Ampel-Koalition zu den Corona-Regeln sieht Merz auch eine Gefahr für weitere Verwirrung. Unterschiedliche Ausprägung Infektionsgeschehens in einzelnen Bundesländern müssten berücksichtigt werden. Merz sagte: „Das berechtigte Bedürfnis der Bevölkerung ist doch, dass es eine möglichst einheitliche, verständliche Regelung in allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland gibt.“ (con mit dpa)

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