Frost setzt Erdbeeren in Hessen zu - mäßige Ernte erwartet

Kassel. Nach dem Spargel sind von kommender Woche an auch hessische Erdbeeren aus Freilandanbau auf vielen Märkten zu kaufen. Mit einer Rekordernte rechnen die Bauern jedoch nach zwei langen Frostperiode im Februar und April nicht.

„Der Frost hat uns in diesem Jahr Probleme bereitet“, sagte der Sprecher des Hessischen Bauernverbandes, Bernd Weber.

Vor allem wegen des fehlenden Schnees seien viele Pflanzen im Februar erfroren. Im April hätten die niedrigen Temperaturen den Blüten geschadet. „Bei einigen Bauern sind die Hälfte der Erdbeerpflanzen erfroren“, sagt der Spargel- und Erdbeerbauer Andreas Lenhardt aus dem südhessischen Griesheim.

„Das führt dazu, dass wir keine Spitzenerträge erzielen werden“, sagte Bauernverband-Sprecher Weber. Insgesamt beginne die Ernte auf den hessischen Feldern in diesem Jahr etwa zwei Wochen später als 2011. Die Preise werden seinen Angaben zufolge zunächst zwischen drei und vier Euro pro 500-Gramm-Schachtel liegen.

Im vergangenen Jahr waren trotz Frost und Bodenfrost 8,2 Tonnen je Hektar geerntet worden und damit weniger als 2010 (9 Tonnen). Insgesamt werden laut Bauernverband in Hessen auf rund 700 Hektar Erdbeeren angebaut. (dpa)

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