Reaktor in Japan automatisch heruntergefahren

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Der Reaktor war erst am Freitag wieder eingeschaltet worden. Foto: Franck Robichon

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima vor fünf Jahren standen alle Reaktoren in Japan still. Vier davon gingen seit dem vergangenen Jahr wieder ans Netz - trotz Ängsten der Bevölkerung. Nun ist es an einem der Atommeiler zu einem Zwischenfall gekommen.

Tokio (dpa) - Im Westen Japans ist ein Atomreaktor nach Problemen mit einem Generator automatisch heruntergefahren worden.

Der Betreiberkonzern Kansai Electric Power sagte, der Vorfall im Atomkraftwerk Takahama in der westlichen Provinz Fukui werde untersucht. Das Kühlungssystem des Reaktors habe einwandfrei funktioniert, hieß es weiter.

Der Reaktor Nummer 4 in dem Atomkraftwerk Takahama rund 400 Kilometer westlich der Hauptstadt Tokio war erst am Freitag wieder eingeschaltet worden. Als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Fukushima hatten zwischenzeitlich zwei Jahre lang alle 48 kommerziellen Reaktoren in Japan stillgestanden.

Am 11. März 2011 war es in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zu Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi gekommen. Laut Regierung sind die neuen Sicherheitsauflagen für den Betrieb von Atommeilern die "strengsten der Welt". Auf der Basis wurden 2015 die ersten beiden Reaktoren im AKW Sendai in der südwestjapanischen Provinz Kagoshima wieder ans Netz genommen, darauf folgten dann die Reaktoren 3 und 4 im AKW Takahama. Die restlichen 44 Reaktoren in Japan sind weiterhin nicht in Betrieb.

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