Zwei Attentäter erschossen

Fünf Israelis bei Anschlägen verletzt

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Seit Anfang Oktober sind nach Angaben des Außenministeriums in Jerusalem zehn Israelis bei palästinensischen Anschlägen mit Stich- und Schusswaffen sowie Autos getötet worden.

Tel Aviv - Fast jeden Tag kommt es zu neuen Attacken auf Israelis - Messer, Schusswaffen oder Autos setzen die Palästinenser dabei ein. Letztlich ist es eine neue Form der Selbstmordanschläge, denn meistens werden die Attentäter bei ihren Angriffen selbst getötet.

Die Welle palästinensischer Anschläge auf Israelis im Westjordanland reißt nicht ab. Zwei Attentäter wurden am Sonntag bei insgesamt drei Attacken erschossen, mehrere Israelis erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

Im nördlichen Westjordanland rammte ein Palästinenser am Morgen eine Gruppe von Israelis mit seinem Auto. Zwei junge Männer wurden dabei nach Polizeiangaben schwer und eine schwangere Frau leicht verletzt. Sicherheitskräfte hätten das Feuer auf den Fahrer eröffnet.

Am Eingang der Siedlung Beitar Illit verletzte eine Palästinenserin wenig später einen Wachmann mit einem Messer. Der Wächter habe die 22-Jährige daraufhin erschossen, teilte die Armee mit.

Danach wurde ein Israeli nach Medienberichten bei Einkaufen in dem palästinensischen Dorfes Nabi Elias von zwei Männern mit Messern angegriffen und verletzt. Es sei ihm trotz seiner Verletzungen gelungen, zu einer nahe gelegenen israelischen Militärsperre zu fahren, hieß es. Israelische Sicherheitskräfte durchkämmten später auf der Suche nach den Tätern das Dorf.

Seit Anfang Oktober sind nach Angaben des Außenministeriums in Jerusalem zehn Israelis bei palästinensischen Anschlägen mit Stich- und Schusswaffen sowie Autos getötet worden. Nach Informationen des palästinensischen Gesundheitsministeriums kamen in dem Zeitraum 80 Palästinenser ums Leben. Die meisten davon starben bei ihren eigenen Anschlägen, andere wurden bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten oder Polizisten getötet.

Als ein Auslöser der Gewalt gelten ein Streit um die Besuchs- und Nutzungsrechte des Tempelbergs in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist, sowie Frustration der Palästinenser über die fortwährende israelische Besatzung und den Siedlungsausbau. Inzwischen hat die Gewalt aber auch eine Eigendynamik entwickelt.

dpa

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