Fusion NVV und RMV: Ministerium nennt Bericht „spekulativ“

Wiesbaden. Das hessische Verkehrsministerium hat einen Zeitungsbericht über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Nahverkehrsverbünde in Hessen als „spekulativ“ bezeichnet.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte am Freitag berichtet, die schwarz-gelbe Landesregierung strebe eine Fusion von Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und Nordhessischem Verkehrsverbund (NVV) an.

Das Verkehrsministerium teilte mit, die Landesregierung nehme zu Spekulationen nicht Stellung. Die Oppositionsparteien SPD und Grüne sprachen sich entschieden gegen einen Zusammenschluss aus. Dieses helfe nicht, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu verbessern, teilten die Fraktionen mit.

Die Landesregierung hat eine Novelle zum Gesetz über den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) in den Landtag eingebracht, über die noch in diesem Jahr entschieden werden soll. Nach Angaben des Verkehrsministeriums ist eine Fusion von RMV und NVV „nicht Gegenstand des Gesetzentwurfs der Landesregierung“.

Hintergrund

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) mit Sitz in Hofheim am Taunus zählte 2011 rund 703 Millionen Fahrgäste. Im RMV-Netz gibt es 389 Bahnhaltestellen (inklusive Mainz) und 11.900 Bushaltestellen. Das Verbundgebiet macht zwei Drittel der Fläche Hessens aus, hier leben rund fünf Millionen Menschen.

Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) mit Sitz in Kassel ist der kleinere der beiden hessischen Verkehrsverbünde und deckt etwa ein Drittel des Landes ab. Rund 70 Millionen Fahrgäste nutzen das Angebot pro Jahr. Im rund eine Million Einwohner zählenden NVV-Gebiet gibt es 84 Bahnhöfe und 5608 Haltestellen. (dpa)

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