Corona-Pandemie

Fußball-EM startet am Freitag: Politiker fordert nun, Public Viewing zu erlauben

Sommer, Europameisterschaft und Public Viewing - So lieben die Deutschen ihren Fußball. Leider könnte das durch Corona ins Wasser fallen - oder doch nicht?

Kassel - Rettung kommt aus den Reihen der FDP. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat nämlich mit Blick auf den Beginn der Fußballeuropameisterschaft am Freitag (11.06.2021) die Aufhebung der Corona-Beschränkungen für Public Viewing in Deutschland gefordert. Auch Gesundheitsexperte und SPD-Politiker Karl Lauterbach sprach das Thema Lockerungen zur EM bereits vor wenigen Tagen an.

„Das wäre die rechtliche Konsequenz“, sagte Kubicki den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Mittwoch. Denn nach dem Infektionsschutzgesetz seien die Beschränkungen aufzuheben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenzzahl im jeweiligen Kreis unter 35 pro 100.000 Einwohner falle. „Dementsprechend gibt es keine rechtliche Handhabe für pauschale Verbote von Public Viewing.“

Großveranstaltungen wie zur EM 2016 wird es in Deutschland wegen der Corona-Pandemie nicht geben.

Public Viewing-Verbot wegen Corona: Keine Fanmeilen in München und anderen Großstädten

Auch wenn München als Spielstandort für Deutschland von Dienstag (15.06.2021) an Gastgeber für vier Spiele der Fußball-Europameisterschaft ist, wird die Stadt kein organisiertes Public Viewing ausrichten. Darauf hat am Mittwoch das städtische Kreisverwaltungsreferat (KVR) hingewiesen.

Fanmeilen und Großveranstaltungen wird es zur EM auch in anderen Großstädten nicht geben. Dafür wollen aber viele gastronomische Betriebe die Spiele zeigen.

Fußball-Europameisterschaft 2021
Teams:24 Nationalmannschaften
Zeitraum: Fr., 11. Juni 2021 – So., 11. Juli 2021
Austragungsort:Zehn europäische Städte und eine asiatischen Stadt (Baku)
Spiele:51

Kein Public Viewing wegen Corona: Fans müssen auf Biergärten und Außengastronomie ausweichen

Wer die Spiele draußen sehen will, muss etwa in einen Biergarten ausweichen. So kündigt der Münchner Löwenbräukeller im Internet an, alle Begegnungen mit deutscher Beteiligung auf einer Großleinwand zu übertragen. 

Laut KVR gilt dabei: Es muss ein Hintergrundangebot zum eigentlichen Bewirtungsbetrieb sein. Die Vereinbarkeit mit dem Infektionsschutz müsse oberste Maßgabe sein, ebenso wie das Einhalten von Rahmenkonzepten und individuellen Hygienekonzepten.

In den meisten Landkreisen liegt der Inzidenzwert mittlerweile unter 35, viele Bundesländer stellten bereits weitere Lockerungen in Aussicht. Erste Landkreise in Niedersachsen weisen sogar eine 7-Tage-Inzidenz von 0,0 auf und sind damit Corona-frei. (luw/afp)

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa

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