Finazkrise

G20-Finanzminister: Treffen in Mexiko

Mexiko-Stadt - In Mexiko-Stadt beraten die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten über weitere Schritte zur Bewältigung der Finanzkrise.

Im Zentrum des zweitägigen Treffens der führenden Industrie- und Schwellenländer dürften erneut die Schuldenkrise in Europa und eine weitere Regulierung der Finanzmärkte stehen.

Es ist das letzte Treffen der Gruppe in Mexiko, das in diesem Jahr die Präsidentschaft innehatte. US-Finanzminister Timothy Geithner und der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, haben ihre Teilnahme abgesagt. Aus Deutschland werden Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesbankchef Jens Weidmann anreisen. Das Treffen sollte am Sonntagabend (Ortszeit) beginnen.

Die Bundesregierung will in Mexiko vor allem auf weitergehende Vorgaben zur Sanierung der Staatsfinanzen dringen und Langfristziele zum Schuldenabbau anregen. Die bisherigen Vereinbarungen, wonach die G20-Länder ihre Haushaltsdefizite bis 2013 halbieren und ihren Schuldenstand bis 2016 stabilisieren sollen, reichten nicht aus, hieß es im Finanzministerium in Berlin.

Sorgen bereiten aber auch mögliche Folgen der in den USA drohenden Steuererhöhungen und Budgetkürzungen, die gleichzeitig in Kraft treten. Wegen dieser „Fiskalklippe“ („fiscal cliff“) hatte auch der Internationale Währungsfonds vor einem Rückfall der US-Wirtschaft in eine Rezession gewarnt. Berlin will diese Frage nicht ausklammern.

Wichtige G20-Länder wie die USA, Großbritannien und Japan sind weit entfernt von einer Halbierung ihrer Etatdefizite bis zum kommenden Jahr. Weitere Themen sind der Umgang mit den systemrelevanten Großbanken und eine Verschärfung der Regeln für Schattenbanken, die mit ihren Geldmarktfonds die Stabilität der Finanzmärkte gefährden.

dpa

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