Versehen beim G-20-Gipfel

Panne: Vertrauliche Daten von Merkel verschickt

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Offenbar wurden sensible Daten von Kanzlerin Angela Merkel aufgrund einer Panne an den falschen Empfänger geschickt.

Berlin - Folgenschweres Versehen beim G20-Gipfel in Australien? Durch eine Panne wurden vertrauliche Daten von Merkel, Obama, Putin und anderen Regierungschefs verschickt.

Im Rahmen des G20-Gipfels im vergangenen November in Australien kam es offenbar zu einer breiten Datenpanne. Wie Spiegel online unter Berufung auf den Guardian berichtet, verschickte die Einwanderungsbehörde des Gastgeberlandes versehentlich sensible Daten der teilnehmenden Staats- und Regierungsoberhäupter.

Aufgrund einer fehlerhaften Autokorrektur beim Email-Versand wurden so die Nummer der Reisepässe und Visa von Kanzlerin Angela Merkel, Präsident Barack Obama, dem russischen Ministerpräsidenten Putin und anderen Teilnehmern verschickt. Diese Daten landeten offenbar ungewollt bei den Veranstaltern der Fußball-Asienmeisterschaften, die im Januar in Down Under ausgetragen wurden.

Neben Merkel und Obama hatten auch der britische Premierminister David Cameron und der chinesische Präsident Li Xinping am G-20-Gipfel in Brisbane Mitte November teilgenommen.

Laut Guardian sei der Fehler am 7. November 2014 bemerkt und dem Datenschutzbeauftragtem gemeldet worden. Ein Mitarbeiter der australischen Einwanderungsbehörde äußerte sich dahingehend, dass eine Veröffentlichung der Daten unwahrscheinlich sei, weil der Empfänger die Mail unverzüglich gelöscht und den Papierkorb seines Email-Postfaches geleert habe. Es wurde empfohlen, die Gipfelteilnehmer nicht über die Panne zu informieren.

Ob dieser Empfehlung nachgegangen wurde, oder Merkel, Obama und Putin von der Panne erfuhren, ist noch unklar.

bix mit afp

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