SPD-Chef gegen nationale Sonderwege

Gabriel: Klöckner schwächt Autorität der Kanzlerin

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"Es ist weder klug nach anständig, der deutschen Kanzlerin mitten in den europäischen Verhandlungen in den Rücken zu fallen", sagte Gabriel mit Blick auf die rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin Julia Klöckner.

Berlin - SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die CDU-Wahlkämpfer in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg scharf kritisiert, weil sie sich von der Flüchtlingspolitik Angela Merkels abgesetzt haben.

"Es ist weder klug nach anständig, der deutschen Kanzlerin mitten in den europäischen Verhandlungen in den Rücken zu fallen", sagte Gabriel "Spiegel Online". Mit Blick auf die rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin und stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner fügte er hinzu: "So untergräbt Frau Klöckner die deutsche Verhandlungsposition und schwächt die Autorität der deutschen Bundeskanzlerin."

"Wir brauchen den Schutz der Außengrenzen der EU und die Hilfe der Türkei im Kampf gegen die Menschenhändler und keine nationalen Sonderwege wie die Österreichs oder der Osteuropäer", sagte Gabriel. Klöckner und der baden-württembergische CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf hatten am Wochenende eine gemeinsame Erklärung zu den Ergebnissen des zurückliegenden EU-Gipfels veröffentlicht. Darin fordern sie nationale Maßnahmen wie etwa die umgehende Einführung tagesaktueller Flüchtlingskontingente wie in Österreich.

dpa

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