Gabriel: Wulff-Problem ist ein Problem Merkel

Remlingen - Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, die Eignung von Christian Wulff als Bundespräsident neu zu überprüfen.

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“Sie muss eine ehrliche Neubewertung der Fähigkeit von Herrn Wulff in diesem Amt vornehmen“, sagte Gabriel am Mittwoch nach einem Besuch des maroden Atommülllagers Asse in Remlingen (Niedersachsen). “Das ist keine Causa Wulff mehr, das ist eine Causa Merkel“, sagte Gabriel. Merkel habe bei der Wahl Wulffs parteipolitische Interessen über die Interessen des Landes zurückgestellt. Sie sei dafür verantwortlich, dass zum zweiten Mal ein Bundespräsident ihrer Wahl große Schwierigkeiten im Amt habe.

Wulff will trotz seiner Hauskredit- und Anrufaffäre im Amt bleiben. SPD und Grüne hatten 2010 den Bürgerrechtler Joachim Gauck ins Rennen gegen Wulff geschickt.

Heil: Wulff-Interview war kein Befreiungsschlag

Dass sich Wulff den Fragen von zwei Journalisten gestellt habe, sei überfällig gewesen, genüge aber nicht, sagte SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil am Mittwochabend in Berlin. “Das war kein Befreiungsschlag und wird die Debatte nicht beenden.“ Heil betonte, es gebe weiter offene Fragen. Zu klären sei etwa, ob Wulff den Ansprüchen gerecht werde, die die Menschen zu Recht an einen Bundespräsidenten stellten.

dapd/dpa

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