Gaddafi will Märtyrer-Tod sterben

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Muammar al-Gaddafi hat sich per Audio-Botschaft zu Wort gemeldet.

Tripolis/Kairo - Der libysche Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi ist angeblich zum Märtyrer-Tod bereit. “Ich bin bei Euch an der Front“, sagte er in einer Audio-Botschaft an seine letzten Getreuen.

“Widerstand und Märtyrertum sind für Helden, und wir warten auf das Märtyrertum“, führte er weiter aus. Die Botschaft wurde von einem Radiosender der Gaddafi-Milizen in Bani Walid ausgestrahlt und tauchte am Dienstag auch auf Pro-Gaddafi-Webseiten auf. Ihre Echtheit konnte nicht überprüft werden.

Seit seiner Vertreibung aus Tripolis durch einen bewaffneten Volksaufstand vor mehr als einem Monat ist der ehemalige Despot untergetaucht. In einigen Bastionen wie Bani Walid und seiner Heimatstadt Sirte halten sich noch letzte Aufgebote von Gaddafi-loyalen Trupps.

Su luxuriös residierte der Gaddafi-Clan

So luxuriös lebte der Gaddafi-Clan

Nach Angaben der Nato haben sich Soldaten des gestürzten Machthabers unter anderem im Krankenhaus von Sirte mit schweren Waffen verschanzt, um dort Luftangriffen zu entgehen. “Die Nato-Kräfte haben eine Reihe von Sammelpunkten der Gaddafi-Truppen entdeckt, die sich in sehr dicht besiedelten Gebieten befinden“, sagte der Militärsprecher des Nato-Einsatzes in Libyen, der kanadische Oberst Roland Lavoie, am Dienstag bei einer nach Brüssel übertragenen Pressekonferenz.

Dazu gehöre auch das Krankenhaus von Sirte. “Von dort aus wird mit Mörsern geschossen.“ Luftschläge seien wegen der “menschlichen Schutzschilde“ kaum möglich. “Es gibt Grenzen für das, was wir von der Luft aus tun können“, sagte Lavoie. Sowohl in Sirte als auch in Bani Walid verschlechtere sich die Lage weiter. Die Gaddafi-Truppen terrorisierten die Zivilbevölkerung, hinderten sie an der Flucht und verhinderten humanitäre Hilfe: “Das ist abscheulich und sinnlos.“

dpa

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