Gaddafi in der Wüste nahe algerischer Grenze vermutet

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Ist Mummar Gaddafi in der Wüste von Algerien untergetaucht? Der Übergangsrat in Tripolis vermutet den ehemaligen Machthaber dort.

Tripolis - Der libysche Übergangsrat vermutet den gestürzten Machthaber Muammar Gaddafi in der Wüste nahe der algerischen Grenze. Von speziellen Kämpfern wird der Ex-Diktator dort angeblich beschützt.

Er werde in dem riesigen Gebiet von Tuareg-Kämpfern geschützt, die er wohl dafür bezahle, sagte Militärsprecher Abdel-Rahman Bussin am Mittwoch in Tripolis. Man wisse zudem, dass sich Gaddafis Sohn Seif al Islam vor zwei Wochen in der belagerten Stadt Bani Walid aufgehalten habe.

Damals fanden Verhandlungen über eine friedliche Übergabe der Stadt, einer von drei verbliebenen Gaddafi-Bastionen statt, sagte Bussin. Sie scheiterten aber und es sei nicht bekannt, wo sich Seif al Islam Gaddafi aufhalte. Gaddafi und seine Söhne sind Ende vergangenen Monats der Festnahme entgangen, als die Revolutionsstreitkräfte Tripolis einnahmen. Der Übergangsrat befürchtete, dass Gaddafi aus dem Untergrund heraus noch immer militärische Aktionen organisieren kann.

Der syrische Fernsehsender Al-Rai zeigte am Dienstag ein Amateurvideo Seif al Islam Gaddafis, in dem er eine Rede vor einer Menschenmenge hält. In der einen Hand hat er ein Maschinengewehr, eine Faust ist in die Luft gereckt. Dem Fernsehsender zufolge, der inzwischen das wichtigste Sprachrohr Gaddafis ist, wurde das tonlose Video am 20. September in einer der belagerten Städte aufgenommen. Doch dasselbe Video wurde offenbar bereits Anfang März bei YouTube hochgeladen, zudem ist offenbar dieselbe Veranstaltung in einem weiteren, Ende Februar veröffentlichten Video zu sehen. Seif al Islam wurde zuletzt am 23. August öffentlich gesehen, drei Tage nach dem Einmarsch der Revolutionstruppen in Tripolis.

dapd

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