Kritik an Polizeieinsatz

Gäste fühlen sich bedrängt

GöTtingen. Gäste der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz fühlten sich am Mittwoch durch einen Einsatz der Göttinger Polizei schikaniert. Kurz vor dem Konzert habe die Polizei mit der Durchsuchung eines Wohnhauses an der Roten Straße, wo sie Hinweise auf den Brandanschlag im Kreishaus suchte, begonnen, sagte Pia Gries vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), einem der Mitveranstalter.

Während Zeitzeugin Esther Bejarano aus ihren Erinnerungen an den Überlebenskampf im KZ Auschwitz las, seien im Saal des Alten Rathauses Sirenen und Blaulicht wahrnehmbar gewesen. Als 250 Gäste nach der Veranstaltung das Gebäude verließen, seien sie gefilmt worden und hätten nur durch ein Spalier von Polizististen die Straße erreicht. „Dieser Einsatz der Polizei kündet von beispielloser Ignoranz gegenüber dem Gedenktag“, sagte Pia Gries. „Ich kann mir nicht erklären, was die Polizei von den Gästen der Veranstaltung wollte.“ Das Bündnis „Gedenken an die Opfer des Nationalisozialismus“ verurteilte das Vorgehen der Polizei und fordert eine öffentliche Erklärung. (shx)

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