GDL-Lokführer streiken in Hessen weiter

Frankfurt. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen haben die Lokführer erneut die Hessische Landesbahn (HLB) und ihre Mehrheitsbeteiligung Vectus massiv bestreikt.

Nach Angaben des Unternehmens fielen am Mittwoch etwa zwei Drittel der Verbindungen in Hessen und Rheinland-Pfalz aus. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ging von etwa 75 Prozent Ausfall aus. Ein GDL-Sprecher kündigte an, der Ausstand werde auch am Donnerstag fortgesetzt. Am Vormittag ist eine Protestveranstaltung vor dem Frankfurter Hauptbahnhof geplant.

Mit dem Streik reagierte die Gewerkschaft auf das am Montag erklärte Scheitern der Verhandlungen. Die GDL hielt dem landeseigenen Bahnunternehmen vor, erneut ein nicht akzeptables Angebot unterbreitet zu haben. Es liege um bis zu acht Prozent unter dem bundesweit angestrebten Tarifniveau. Die von der Landesbahn gewünschte Schlichtung ist für GDL-Chef Claus Weselsky derzeit keine Option. Die Arbeitgeber hätten die Ablehnung bewusst herbeigeführt.

Eine HLB-Sprecherin hatte berichtet, dass die Geschäftsführung eine Schlichtung schriftlich vorgeschlagen habe. Dabei gehe es um ein eigenständiges Verfahren und nicht um die Eingliederung in bereits laufende Schlichtungsgespräche mit anderen Privatbahnen. Bei Vectus fielen laut Notfahrplan unter anderem Verbindungen zwischen Wiesbaden und Limburg sowie Koblenz und Limburg aus. Die HLB konnte nur wenige Züge in Mittelhessen und dem Taunus fahren lassen. (dpa)

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