HNA-Kommentar

Gefahr durch Kampfhunde: "Der Mensch ist gefragt"

In Hannover hat ein Staffordshire-Terrier seine beiden Besitzer totgebissen. Das befeuert die Diskussion über Kampfhunde. Ein Kommentar von Nachrichtenredakteur Peter Klebe.

Der tragische Fall von Hannover lässt die Debatte über sogenannte Kampfhunde wieder hochkochen. Auch wenn noch nicht alle Details geklärt sind, ist wohl sicher, dass ein Staffordshire Terrier seine Besitzer totgebissen hat. Sofort stellen sich Fragen: Warum sind diese Tiere so aggressiv, warum so unberechenbar, warum so charakterlos?

Bei aller Dramatik des aktuellen Geschehens muss festgehalten werden, dass kein Hund böse auf die Welt kommt. Natürlich gibt es aggressivere und gutmütigere Rassen, aber wie sich ein Tier individuell entwickelt, bestimmt der Mensch. 

Wenn junge Hunde bestimmter Rassen von gewissenlosen Züchtern geschlagen, eingesperrt oder gar auf Aggressivität getrimmt werden, entwickeln sie sich entsprechend. Wachsen sie bei verantwortungsbewussten Besitzern auf, sieht das ganz anders aus. Bei der Einschätzung der Gefährlichkeit helfen Wesenstests, die endlich vereinheitlicht werden müssen.

Wichtiger noch ist ein Hundeführerschein für die Besitzer von Kampfhunden. Hier stehen bundeseinheitliche Regelungen aus. Der Führerschein muss obligatorisch werden und das schnell.

Das niedersächsische Agrarministerium stuft 0,1 Prozent aller registrierten Hunde als gefährlich ein. Deshalb darf die Debatte auch nach schlimmen Ereignissen nicht hysterisch werden. Kein Spaziergänger muss mit ständiger Angst unterwegs sein. Dazu beitragen können Hundebesitzer mit so einfachen Dingen wie Anleinen und Rücksichtnahme. Das ist leicht möglich und gilt nicht nur für Kampfhunde. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / Uwe Zucchi/dpa

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