170 Gefangene sagen Haft vorzeitig ade

Weihnachtsamnestie: Für 170 Häftlinge öffnen sich die Gefängnistüren vorzeitig. Foto: Archiv

Wiesbaden. Etwa 170 hessische Gefangene mit absehbarem Haftende müssen Weihnachten nicht hinter Gittern verbringen - sie wurden vorzeitig entlassen. Die Häftlinge profitieren dabei auch in diesem Jahr von der sogenannten Weihnachtsamnestie.

„Mit diesem Gnaden-Erlass, der in den meisten Bundesländern üblich ist, wollen wir den Menschen die Möglichkeit geben, die Feiertage im Kreise ihrer Familien zu verbringen“, sagte Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) am Freitag. Wörtlich: „Wir wollen ihnen die Rückkehr in die Freiheit erleichtern.“ Infrage kämen aber nur Häftlinge, deren Zeit im Gefängnis ohnehin bis zum 5. Januar 2012 geendet hätte. Voraussetzung für eine vorzeitige Entlassung sei, dass Unterkunft und Lebensunterhalt sichergestellt sind. Die Staatsanwaltschaften prüften außerdem jeden Einzelfall. Die genaue Zahl der Häftlinge mit Weihnachtsamnestie stehe erst Anfang 2012 fest.

Staat spart 180 000 Euro

Doch nicht nur die Gefangenen haben einen Vorteil, auch der Staat: Er spart Geld. Ein Hafttag kostet knapp 106 Euro. Wenn 170 Gefangene im Schnitt je zehn Tage erlassen werden, komme so eine Summe von 180 000 Euro zusammen. Ende November saßen in den 16 hessischen Gefängnissen 4772 Menschen hinter Gitter, darunter 902 Untersuchungshäftlinge. (lhe)

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