Für Gefangene nur Unterhosen aus Papier

Wiesbaden. Das Land Hessen wird nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sicherstellen, dass Gefangene, die kurzfristig in spezielle Sicherheitszellen untergebracht werden, „auch eine Papierunterhose“ bekommen.

Jörg-Uwe Hahn (55)

Zudem würden weitere mögliche Veränderungen geprüft. Bisher bekommen diese Gefangenen weder Kleidung noch andere Gegenstände außer „zwei leicht zerreißbaren Einmaldecken“. Das teilte Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) in Antworten auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion mit.

Nach dem Straßburger Richterspruch von Anfang Juli muss Hessen einem ehemaligen Gefangenen 10.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Häftling war im Jahr 2000 eine Woche in einem besonders gesicherten Haftraum untergebracht worden - ohne Kleidung. Das Vorgehen in der JVA wurde als Verstoß gegen die Europäischen Menschenrechtskonvention gewertet, in der „unmenschliche oder erniedrigende Strafe oder Behandlung“ verboten ist. (epd)

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