USA gegen stärkere Rolle des Währungsfonds

+
Die IWF-PRäsidentin Christine Lagarde.

Cannes - Auf dem G20-Gipfel in Cannes hat sich eine Front aufgetan zwischen den USA und vielen anderen Ländern zur Rolle des IWF bei der Euro-Rettung. Worum es bei dem Konflikt genau geht:

Die australische Premierministerin Julia Gillard sagte am späten Donnerstagabend: “Es gibt eine breite Stimmung bei den G-20 dafür, dass es eine zusätzliche Finanzausstattung des IWF geben muss. Die Spitzenpolitiker haben anerkannt, dass dies ein angemessener Schritt ist, damit die Leute beruhigt werden können.“

Doch ein US-Politiker widersprach. Die USA seien weiterhin der Meinung, dass der IWF seine bestehenden Finanzquellen nutzen sollte, erklärte der Vize-Sicherheitsberater Ben Rhodes. Die USA sind der größte Anteilseigner des IWF. US-Präsident Barack Obama nahm allerdings gleichzeitig teil an den Beratungen der europäischen G-20-Mitglieder am späten Donnerstagabend über den Euro.

Der russische Präsdient Dimitri Medwedew hatte am Donnerstagabend gesagt, dass die großen aufstrebenden Volkswirtschaften bereits darüber beraten, wie sie der Eurozone helfen können. Sie hätten sich am Rande des G-20-Gipfels in Cannes getroffen, um über Hilfen für die Eurozone zu beraten. “Ich denke, wir werden den Ländern der Eurozone irgendeine Art von Unterstützung anbieten“, sagte er.

Medwedew sagte, getagt hätten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. “Heute hat sich alles um das Thema Krise in der Eurozone gedreht und um die extravagante Position Griechenlands, die sich im Verlaufe des Tages mehrfach geändert hat.“ Er fügte hinzu: “Unsere Kollegen haben Kopfschmerzen wegen der Lage in Griechenland und wegen der in Italien und Spanien.“

In dem Entwurf für die G-20-Erklärung verpflichtet sich Italien, seine Neuverschuldung zu senken und bis 2013 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Der verkündete Sparplan soll vollständig umgesetzt werden.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.