Harsche Kritik an bayerischen Unions-Partnern

Geißler: CSU-Panikmache schafft anderes Klima im Land

+
Breitseite gegen die Schwester aus München: Heiner Geißler, langjähriger Generalsekretär der CDU.

Berlin - Harsche Kritik an der Schwesterpartei: Der langjährige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hat der CSU in der Flüchtlingspolitik vorgeworfen, "durch Angstmacherei ein ganzes Volk in Panik zu versetzen".

Im Deutschlandfunk sagte Geißler am Sonntag, "die CSU benimmt sich im Moment nicht gut". Pegida, die Rechtsradikalen schürten Panikmache - die CSU habe dafür auch die Stichworte geliefert.

Geißler sagte, die Christsozialen hätten damit "ein ganz anderes Klima" in Deutschland geschaffen. Er fühle sich inzwischen an die Weimarer Republik erinnert, sagte der 85-Jährige. "Diese Panikmache umfasst inzwischen auch Teile der deutschen Publizistik, der Medien und der Printmedien."

Ausdrücklich stellte sich Geißler hinter die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Diese könne gar nicht anders handeln, als die Ursachen der Flüchtlingsbewegung dort zu lösen, wo sie entstehen. "Man kann die Leute nicht übers Meer laufen lassen oder schwimmen lassen oder ertrinken lassen." Außerdem müsse Merkel weiter das Ziel einer europäischen Lösung verfolgen - "alles andere ist doch unvernünftig".

AFP

Lesen Sie auch:

Flüchtlingsdebatte: SPD verlangt von Merkel klare Linie

Kein anhaltender Rückgang des Flüchtlingsandrangs  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.