U-Haft nach tödlichem Unfall auf der A3

A3: Geisterfahrer unter Mordverdacht

Wiesbaden. Der Geisterfahrer von der Autobahn A3, der am Wochenende bei Idstein (Main-Taunus) einen tödlichen Unfall verursacht hat, sitzt wegen dringenden Mordverdachts in U-Haft.

Der Wiesbadener Oberstaatsanwalt Hartmut Ferse sagte der HNA, wer absichtlich in den Gegenverkehr fahre, nehme in Kauf, dass Menschen zu Tode kommen. Für das Opfer in dem anderen Wagen sei der Unfall völlig unvorhersehbar gewesen, insofern könne man von Heimtücke sprechen. Die Tat sei zudem gemeingefährlich, weil die Situation nicht beherrschbar gewesen sei.

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Informationen des "Wiesbadener Kurier", wonach der Mann angegeben hatte, er habe vor der Geisterfahrt vier Gläser Wein getrunken und außerdem vergessen, seine Diabetis-Medikamente zu nehmen, wollte Ferse nicht kommentieren. "Wir geben keine Wasserstandsmeldungen zu unseren Ermittlungen."

Laut Ferse wird der Mann aber untersucht, um nähere Erkenntnisse über seinen körperlichen und psychischen Zustand zum Zeitpunkt des Unfalls zu bekommen. Dem Medienbericht zufolge machte der Mann bei ersten Vernehmungen Erinnerungslücken zum Unfallgeschehen geltend. Die Blutprobe habe null Promille ergeben. Ein Polizeisprecher bestätigte gestern, dass es sich bei dem 48-jährigen Wiesbadener um den Mann handelt, der in der Nacht zum Samstag eine halbe Million Euro im Automatenspiel der Wiesbadener Spielbank gewonnen hatte.

Er war nach dem Unfall zunächst zu Fuß geflüchtet, hatte sich aber am Sonntag der Polizei gestellt und war wegen leichterer Verletzungen zunächst ins Krankenhaus gebracht worden.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

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